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Nachrichten - Frontalier_CH

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Wohnen / Re: Finanzierung Hausbau Frankreich
« am: 14. März 2017, 22:18:48 »
Heutzutage im Niedrigzinsumfeld verdienen Banken immer weniger an Hauskrediten. Daher versuchen viele Banken sich Kunden die etwas abseits der Standardkundennorm sind, sich vom Leib zu halten. Das sagte mir ein befreundeter Bankberater. Selten sagt der Berater einem die Wahrheit wegen eines Auslandswohnsitzes ins Gesicht, sondern sucht irgendeine Ausrede. Da werden Dokumente verlangt, die man sonst gar nicht braucht und die schwer zu beschaffen sind bzw. die es im jeweiligen Land in der Art gar nicht gibt, bis man mürbe wird und woanders hin geht. Ein französischer Banker müsste bei einem Steuersitz in Deutschland sich mit einer deutschen Steuererklärung auseinander setzen, die ganz anders aufgebaut ist als eine französische und auch noch auf Deutsch abgehalten ist. Er kann nicht einfach die Daten in eine Standard Bank PC Maske eingeben. Das birgt Fehler und wenn es später bei einer Finanzierung Probleme gibt, kann er ggf. von seinem Chef dafür Ärger bekommen. Bei deutschen, wie schweizer, wie französischen Banken. Daher versuchen Banken immer so nah wie möglich am Standard Vergabeprozess zu bleiben und versuchen Abschlüsse mit Kunden die diesem Standard nicht entsprechen, zu vermeiden. In Hochzinsphasen macht eine Bank sowas eher, weil sie ein Geschäft wittert, aber in Niedrigzinsphasen wo kaum an sowas verdient wird, nicht unbedingt. Es wäre wohl einfacher, den tatsächlichen Wohnsitz nach Frankreich zu verlegen, z.B. zu seinen Eltern, bis das Haus fertig ist.

Allerdings macht es mich stutzig, dass das Angebot der Credit Agricole euren Rahmen total sprengen würde, wenn die zu finanzierende Summe genauso hoch ist wie bei den anderen Banken. Heutzutage finanzieren sehr viele Banken in Frankreich nur auf 20 Jahre. Die, die auf 30 finanzieren, lassen sich das gut bezahlen, da man die Zinsen auf 30 Jahre fixieren muss. Häufig lohnt es sich kaum auf 30 Jahre zu finanzieren, wenn man nicht vermietet (und damit die Zinsen absetzen kann) weil man so viel mehr für Zins und Versicherung bezahlt, womit die Monatsrate kaum geringer ist als bei einer Finanzierung auf 20 Jahre, dafür zahlt man 10 Jahre länger. Aus Interesse würde ich gerne mal die Angebotsdaten erfahren, gerne auch per PM.

Freundliche Grüße,
Frontalier_CH

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Wohnen / Re: Mietausfallversicherung (assurance loyer impayé)
« am: 24. Februar 2017, 19:32:45 »
Ohne das würde ich niemals vermieten, besonders nicht in Frankreich. Eine solche Versicherung kostet im Verhältnis zu der Miete nicht viel und kann normalerweise von der Steuer abgesetzt werden. Daher stark zu empfehlen, besonders wenn das Vermietobjekt mit einem Kredit der bezahlt werden muss, belastet ist.
Eine deutsche Versicherung wird wohl so gut wie nie für ein Objekt in Frankreich eine Versicherung anbieten. Sehr viele Banken, ich mache nun keine Werbung, bieten solche Versicherungen für Vermieter an, als Tipp.

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Sonstiges / Re: Trump / LePen
« am: 08. Februar 2017, 18:40:15 »
Theoretisch ist es in der Tat sehr unwahrscheinlich, dass le Pen die zweite Runde gewinnt. Aber heute ist nichts mehr ausgeschlossen. Dass ein Trump gewinnt, galt nur wenige Monate vor der Wahl als sehr unwahrscheinlich und noch selbst am Tag der Wahl als eher unwahrscheinlich. Allerdings muss man auch sagen, dass es für Trump sehr knapp war. Durch das spezielle Wahlrecht in den USA bringen einem nur wenige Prozente mehr in den Swing States viel mehr als wenn man 10% in einem Nicht-Swing State dazu gewinnt. 10 Staaten mit 51% gewonnen könne mehr bringen als 5 Staaten mit 70%. In Summe hatte Clinton sogar etwas mehr Stimmen als Trump. In Frankreich ist das Wahlrecht da ganz klar, wehr mehr Stimmen hat in der zweiten Tour, hat gewonnen.

Die Gefahr besteht, dass die Wähler von links bis Mitte sich auf zu viele Kandidaten verzetteln und Macron nicht in die 2. Tour kommt. Wenn dann ein sehr geschwächter Fillon mit seinem radikalen Wirtschaftsprogramm, was vielen Franzosen Angst macht, gegen eine erstarkte le Pen antritt ... dann könnte sie gewinnen.

Was das für uns Grenzgänger in Frankreich bedeutet ist nicht absehbar. Der "neue" Front National unter le Pen ist in erster Linie gegen außereuropäische Einwanderer und gegen Ausländer die in Frankreich arbeiten wollen. Wer hier einfach nur lebt, konsumiert und Steuern zahlt, wird wahrscheinlich eher weniger Probleme haben. Solche Leute gab es auch schon vor der EU Personenfreizügigkeit in Frankreich. Allerdings würde bei einem EU Austritt sicher vieles neues auf uns zu kommen, da die gesamten Vereinbarungen bezüglich Sozialversicherung z.B. nicht mehr gelten würden. Diese müssten neu verhandelt werden. Allerdings ist es auch gerade im Interesse von Frankreich, dass das so bleibt wie es ist, da in erster Linie sehr viele Franzosen die in den Grenzregionen leben und in Luxemburg, Deutschland, Schweiz etc. arbeiten, davon betroffen sind. Alleine im Elsass pendelt jeder 12. Arbeitnehmer in die Schweiz oder nach Deutschland zum arbeiten. In der Region Frankreichs um den Genfer See herum sind es über 100´000 Franzosen, die in die Schweiz zum arbeiten pendeln. Zusammen also mehrere hundert tausende Franzosen zuzüglich ihrer Familien, die davon betroffen wären. Daher würde man sicher eine Einigung finden. Insgesamt sind es ca. 350´000 Franzosen, die in einem Nachbarland arbeiten, aber in F leben. Zuzüglich Familie, Kinder etc. a
http://www.lefigaro.fr/emploi/2015/02/13/09005-20150213ARTFIG00005-la-france-compte-de-plus-en-plus-de-travailleurs-frontaliers.php

Beispiel Schweiz: Kein EU Land, aber hat bilaterale Verträge bezüglich Arbeit, Sozialversicherung und Einwanderung mit den EU Ländern. Damit könnte man fehlendes EU Recht ersetzen. Das wäre natürlich ein Verhandlungsmarathon, aber dafür gibt es wohl auch eine Übergangsphase, wie bei Großbritanien zwei Jahre. Wünschen tue ich es für Frankreich und uns Grenzgänger allerdings nicht, dass es dazu kommt. Es würde für ganz Frankreich und die EU eine lange Phase der Unsicherheit werden.

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Wohnen / Re: Biete Hilfe bei Behördengängen
« am: 24. Januar 2017, 23:04:10 »
Ich arbeite in der Schweiz und lebe im grenznahen Frankreich. Allgemeine Fragen dazu kann man sicher auch im Forum stellen. Bei Details helfe ich gerne per privater Nachricht weiter.

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Steuern / Re: Steuern Monatlich bezahlen.......
« am: 28. Dezember 2016, 19:59:50 »
D.h. man würde für 2017 als Grenzgänger keine Steuern bezahlen? Sondern erst wieder ab Januar 2018 in Form von monatlichen Abschlägen?

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Behörden / Re: Frz. Staatsbürgerschaft beantragen
« am: 06. September 2016, 01:55:39 »
Also hier steht, dass ein B1 Niveau, welches durch ein anerkanntes Sprachdiplom nachgewiesen werden muss, ausreichend sei. Alternativ dazu die anderen Möglichkeiten, welche schon genannt wurden:

https://www.service-public.fr/particuliers/vosdroits/F11926

Dennoch halte ich es auch für sinnvoller, sich wirklich in Frankreich zu integrieren und die Sprache auf C1 Niveau zu beherrschen, wenn man wirklich für immer im Land bleiben will. B1 reicht für das Nötigste (Hauptpunkte klarer Standardsprache verstehen), B2 ist schon ganz gut (flüßiges Gespräch möglich, wenn auch noch mit Fehlern) und damit kommt man in fast allen Situationen gut durch. Ein B2 Sprachdiplom reicht m.W. sogar um in Frankreich als Ausländer studieren zu dürfen. C1 ist das was man verhandlungssicher nennt und was bedeutet, dass man in der Fremdsprache auch umgangsprachliche Redewendungen und einen Muttersprachler der etwas nuschelt und nicht klares Standardfranzösisch spricht, auch noch die Bedeutungsnuancen ("Zwischen den Zeilen") versteht. Laut der Meinung vieler kann man in eigentlich keiner Sprache C1 Niveau erreichen, ohne länger im Sprachraum gelebt zu haben. Zumindest soll das für die meisten sprachlich normalbegabten Menschen gelten. C2 Niveau würde bedeuten, dass man in der schriftlichen Kommunikation nicht mehr von einem sprachlich gebildeten Muttersprachler zu unterscheiden ist und mündlich lediglich mit einem ganz kleinen Akzent spricht. Dieses Niveau erreichen die wenigsten in einer Fremdsprache.

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Behörden / Re: Frz. Staatsbürgerschaft beantragen
« am: 29. März 2016, 14:29:20 »
Die Frage von jauno interessiert mich auch. Des Weiteren hätte ich noch eine Frage zu dem was auf der Seite davor geschrieben wurde:

Zitat
Photocopie de l’ancienne carte de séjour ou une declaration de perte (délivrée par la Sous-Préfecture de Forbach also ‘des Ortes, wo DU gemeldet bist’, ou déclaration de vol délivrée par les autorités de Police ou de Gendarmerie;

Heißt das, dass man zwingend eine carte de sejour braucht für die Einbürgerung? ich als EU Bürger habe und hatte nämlich nie eine carte de sejour, da sie ja nicht mehr nötig ist, wenn man hier wohnen will.

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Wohnen / Re: Schlechte ENergiewerte + Certificat ELEC
« am: 26. Februar 2016, 19:40:59 »
Bei der Elektrik ist mein Vorposter wohl deutlich kompetenter als ich. Zum DPE möchte ich aber noch was sagen:

Eine DPE Klasse wird nicht per "Augenschein" oder "Messgeräten" berechnet, sondern normalerweise in dem die Heizabrechnungen der letzen Jahre ausgewertet werden. Man rechnet dabei anhand der Verbrauchszahlen einen Kennwert pro m2 aus. Daher eignet sich der Wert, wie in meinem Beitrag beschrieben, sehr gut um die künftigen Heizkosten abzuschätzen. Bei Klasse F sind die Kosten eben relativ hoch. Ein mir bekanntes Beispiel: Haus mit Klasse C, fast schon B, Energieträger Gas und Wohnung mit Klasse E, Ölheizung (7 Jahre alt). Die Wohnung mit der Klasse E hatte bei einem guten Drittel der Wohnfläche die selben Heizkosten. Dazu kommt noch die Problematik, dass sich in Zukunft die Gesetze in Bezug auf Nachdämmung von Altbauten verschärfen könnten.

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Wohnen / Re: Schlechte ENergiewerte + Certificat ELEC
« am: 26. Februar 2016, 00:33:52 »
Zitat
Ein Elektiker hat das von außen kontrolliert. Es sind auch einfache Leitungen (1 faserig nicht 3 Fasern) verlegt, was aber nicht all zu tragisch wäre....

Nicht weiter schlimm? ich sehe das ganz anders. Ich bin zwar nur Laie, aber soweit ich weiß, benötigt man 3 Phasen, damit man einen SI-Schalter einbauen kann. Das ist ein Fehlerstrom Schalter, der automatisch den Strom kappt, wenn irgendwo Fehlerstrom fließt, also wenn weniger Strom zurück fließt als in den Kreislauf rein gekommen ist (mal laienhaft ausgedrückt), d.h. wenn irgendwo im Stromkreislauf etwas ist, was nicht sein sollte, z.B. ein Kind fasst in eine Steckdose oder der Föhn fällt in die Badewanne oder eine Lampe hat eine defekte Stromisolierung und man fasst da dran usw.

Aber das alles ohne Gefähr. Jedenfalls hat der Elektriker so einiges gefunden, was zu machen wäre und die Leitungen scheinen auf jeden Fall alt zu sein und nicht der Norm zu entsprechen. Da würde ich im Zweifel den Fachmann fragen, was da zu tun wäre. Ich vermute leider so einiges.

Ich würde folgendes vermuten (ohne Gewähr):
Um das auf die neuste Norm zu bringen, müsste man die alten Leitungen raus reißen und neue mit 3 Phasen einbauen. Heißt bei Unterputz verlegten Kabeln, dass man den Putz aufklopfen muss, alte Kabel raus, alte Schaltkästen raus, neue rein, neue Steckdosen, neue Kabel, neue Schaltschränke und neu von innen verputzen + streichen. Zumindest wurde mir das immer so gesagt.

Klasse F: Da gibt es (leider) viel schlimmeres, aber das ist schon recht schlecht. Ein "nur" teilgedämmtes Dach und Massivbauweise ohne extra Dämmung ist relativ typisch für diese Energieklasse. Im Elass wurden sogar noch in den 90ern und Teils noch in den 00er Jahren solche Häuser massenhaft gebaut. Diese Energieklasse ist schon relativ schlecht. Ich würde lieber was mit Klasse C oder D kaufen, besser C. A und B sind meist nur bei Neubauten zu finden. Eine französische Energieklasse F wäre in Deutschland schlechter als H
https://www.verbraucherzentrale.de/Der-Energieausweis-Steckbrief-fuer-Wohngebaeude-1

Siehe hier, F bedeutet schlechter als 330 bis 450 kwh pro m2,
dort kannst du die Energiekosten grob abschätzen, je nach Energieträger. Ganz schön abhappig würde ich sagen.
http://www.diagnosticdpe.com/DPE-F-consommation-chauffage.php

meiner Meinung nach eine Energieschleuder. Dazu noch, alte Elektroleitungen, ganz ehrlich? da müsste das ganze schon sehr gut eingepreist sein, damit ich sowas kaufen würde.

PS: Ich dachte du hättest Dich schon für ein Haus entschieden?

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Wohnen / Re: Bald ist es soweit - Häuschenkauf
« am: 21. Februar 2016, 23:12:54 »
Zitat
2. Frage: Wo kann ich die Catasterpläne einsehen?? Gibt der Markler die der Notarin?

Ich bekam das vom Makler.

Zur Zahlung des Kaufpreises und der Doppelbelastung Miete/Rate: normalerweise wird am Notartermin von der Bank der gesamte Kaufpreis auf ein Konto des Notars überwiesen. Gleichzeitig bekommst Du die Schlüssel normalerwese und kannst einziehen. Das ist in Frankreich normalerweise so üblich. Man ist meist noch nicht beim Notartermin Eigentümer, das dauert noch etwas bis man wirklich umgeschrieben ist. Aber das ist nicht weiter schlimm, weil normalerweise kann man trotzdem vorher schon einziehen, da man alles bezahlt hat. Das ist aber wie immer auch Verhandlungssache.

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Steuern / Re: Taxe d'habitation Raum Forbach
« am: 22. Januar 2016, 19:30:15 »
Mich hat ein Makler da auch mal verwirrt daher habe ich mich bezüglich dessen mal informiert.

Die taxe fonciere ist vom Gehalt völlig unabhängig, die taxe d'habitation eigentlich auch. Ausnahmen gibt es für Leute mit wenig Einkommen in Bezug auf die Haushaltsgröße. Ohne die Situation in deiner Gegend genau zu kennen, vermute ich, dass du mit 2500 Euro Brutto die ganz normale taxe d'habitation zu bezahlen hast. Ausgenommen von dieser Steuer bzw. einen reduzierten Betrag zahlen z.B. Menschen mit sehr geringen Einkommen, Rentner mit geringer Rente usw.
In den meisten Gemeinden liegt die taxe d'habitation etwas unter der taxe fonciere. Wie es bereits richtig gesagt wurde, solltest du am besten den Veräußerer der Immobilie nach einem Steuerbescheid (avis d'impot) fragen und im Zweifel bei der Gemeinde.

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Wohnen / Re: Hauskauf - Heiße Phase - heiße Fragen zur Heizung
« am: 15. Januar 2016, 19:43:19 »
Bezüglich Förderungen kenne ich mich nicht so gut aus, aber es gibt da einiges (pret taux zero), ein zinsloser Kredit für gewisse energetische Sanierungen zum Beispiel.

Generell würde ich von Objekten Abstand nehmen, die einen extrem schlechten Energiewert haben, Klasse F oder Klasse G, diese bekommt man selbst mit hohem Aufwand (der sich oft nicht mal sehr lohnt) kaum auf einen guten Wert und man weiss nie wie sich mal die Gesetze ändern (siehe Nachbarthread von Dir). Es kommt aber immer auf die Gesamtsituation darauf an, also wie gut der Preis ist. Generell würde ich niemals eine Immobilie ohne Sachverständigen (Bau und Preis) kaufen. Das kostet mal einmalig ein paar hundert Euro, ist aber in Relation zum Gesamtpreis einer Immobilie quasi nichts.

Was für mich ein No-Go wäre bei Heizungen ist eine Stromheizung. Diese sind in Frankreich immer noch sehr verbreitet leider. Obwohl Strom in Frankreich weniger kostet als in Deutschland, ist diese Art zu heizen trotzdem ziemlich teuer. Ich würde auf eine gute Gasheizung setzen, oder Fernwärme (chauffage urbaine) falls möglich oder Holz Pallets, ggf. auch eine sehr gute Ölheizung.

Teilweise habe ich schon verführerisch günstige Häuser und Wohnungen gesehen, allerdings mit schlechtem Energiewert und in Kombination mit einer Stromheizung. Wenn man sich da die zu erwartenden Stromkosten ausrechnet, ist es dann oft doch billiger, sich ein Objekt zu kaufen mit einem wirtschaftlicherem Heizsystem und besserer Dämmung. Insbesondere da ein Kredit für den höheren Preis mit der Zeit weniger wird, die Energiekosten bleiben aber im besten Fall gleich oder steigen sogar mit der Zeit. Oder aber die Gesetze ändern sich und es wird von Seiten des Staats aus teurer.

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Wohnen / Re: Energiewerte
« am: 15. Januar 2016, 19:34:20 »
Zitat
Classe énergie : F (de 331 à 450) 

Was genau sagen beispielsweise die Werte aus. Natürlich ist klar, dass die Werte je höher sie sind (also C statt G) besser sind. Bein einem schlechten Energiewert verliert man sehr viel an Wärme da eine schlechte Dämmung vorliegt. Richtig?

Ja je höher der Wert, je schlechter gedämmt, je ineffizienter die Heizung.

Du kannst die Heizkosten damit ausrechnen. Nehmen wir mal an, 400 kwh pro m2 und 100 m2 Wohnfläche. Dann kannst Du mit ca. 400 * 100 = 40000 kwh Energieaufwand pro Jahr rechnen. Nun musst du den Preis deines Energieträgers pro kwh mit dem Wert multiplizieren, bei Gas ca. 5 Cent pro kwh und Du kommst auf Heizkosten pro Jahr von ca. 40000 mal 0,05 = 2000 Euro.
Gas Preise: http://www.jechange.fr/energie/gaz/guides/prix-gaz-france-2446

Bei einer Stromheizung (leider noch recht verbreitet in Frankreich) und ohne Nachtspeicher wären es ca. 15 Cent pro kwh und du hättest eine Stromrechnung nur fürs heizen von 40000 * 0,15 = 6000 Euro pro Jahr.

Außerdem können sich die Gesetze (auch gerade auf EU Ebene) ändern, so dass man vielleicht in einigen Jahren solche Häuser mit so schlechten Energiewerten, nachdämmen muss. Ich würde lieber etwas kaufen mit einer Energieklasse von D oder besser, noch besser C oder besser. Frankreich hinkt da leider noch etwas hinter her. Ich habe schon Häuser in Frankreich gesehen, die waren gerade mal 10 Jahre alt und hatten Energiewerte wie in Deutschland manche 30 Jahre alten Häuser.

Auf die Steuer (taxe d'habitation, taxe foncier) hat es meines Wissens nach keine Auswirkungen, bzw. mir ist da nichts bekannt. Aber ohne Gewähr. Und auch da könnten sich die Gesetze ändern, d.h. entweder nachbessern oder höhere Abgaben zahlen.

Ich würde ein Haus mit so einem Energiewert nur kaufen, wenn energetische Maßnahmen im Kaufpreis eingepreist sind.


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Versicherungen / Re: Helsana rät mir eine Krankenversicherung ab
« am: 27. Dezember 2015, 20:18:28 »
>Ich persönlich bin masslos enttäuscht vom Französischen Staat, der sich anscheinend anmasst, sich über alle Gesetzesregelungen einfach hinwegzusetzen! Man sieht auf blauäugige Weise nur das Geld, das man den Grenzgängern abknöpfen kann.... <
Willkommen in Frankreich.

Das ist genau das was ich meine, wenn ich Neuankömmlinge frage, ob sie sich das in Frankreich gut überlegt haben. =D

Für Neuankömmlinge ist die Problematik übrigens gar keine. Man versichert sich einfach in der Schweiz, kreuzt auf dem Optionsformular die Schweiz an und gut ist. Wir hatten absolut keine Probleme und wir bezahlen  weniger Steuern/Abgaben als in Deutschland und sogar Immobilien sind in der Grenzregion günstiger als in DE und natürlich weitaus günstiger als in der Schweiz. Selbst wenn man in die CMU muss, kommt man in extrem vielen Fällen immer noch deutlich günstiger weg als in Deutschland, insbesondere mit Kindern. Selbst die Schweiz lohnt sich oft nur bei extrem hohen Einkommen, weil das was Normalsterbliche in der CH an Abgaben sparen können, allein schon durch die weitaus höheren Immobilienpreise wieder aufgefressen werden. Für den Preis wofür man schon ein Haus in Grenznähe auf französischer Seite kaufen kann, gibt es in Basel eine 1 Zimmerwohnung.

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Wohnen / Re: Hauskauf F als Single
« am: 27. Dezember 2015, 15:44:59 »
Hallo Tina,

Zitat
bis zu einem maximalen Finanzierungsbetrag von 100.000 € (inkl. allem)

- Was sind eure Erfahrungen im Bezug auf die Finanzierung? Mein Wissensstand ist, dass man in F mit einem Festzins maximal bis auf 25 Jahre finanziert und danach fertig ist und das man ca. 500 € monatliche Belastung bei 100.00 € rechnen kann. Stimmt das so?

- Eigenkapital ist ein bisschen vorhanden (weniger als 10.000 €), das ich mir aber eigentlich lieber als Reserve vorbehalte, wenn etwas am Haus sein sollte. Denkt ihr, dass die Bank bei dem Betrag eine Vollfinanzierung durchgehen lassen würde?

Eine Frage: ist es bei euch bzw. dort wo du hinziehen möchtest, tatsächlich so günstig, dass man für 100 000 Euro so ein Haus bekommt? aber ok, nehmen wir mal an, das wäre so. Nun zu deinen Fragen:

- ja in Frankreich ist es Verbrauchergesetzt, dass man innerhalb der Zinsbindungsfrist komplett tilgen muss. Es gibt aber Unterschiede von Bank zu Bank, manche finanzieren auch auf 30 Jahre, allerdings muss man den Zins auch auf 30 Jahre binden und zahlt so lange die Kreditversicherung, daher ist diese Variante relativ teuer und es wird häufig davon abgeraten. Besser ist es meist, auf 20 Jahre fix zu finanzieren.

10000 Euro Eigenkapital sehe ich als etwas kritisch, bei einem 100 000 Euro Haus kann man schon an Kaufnebenkosten (frais notaire) von ca. 7-8 tsd Euro rechnen. Dann vielleicht noch ein paar kleine Renovierungen und das Geld ist schnell weg. Auch sind die Banken in F vorsichtiger geworden bei der Finanzierung mit wenig Eigenkapital, es könnte sein, dass viele Banken gar nicht mitspielen würden.

Ich selber würde mir das gut überlegen ob man sich mit 28 und als Single ein Haus ans "Bein binden" möchte, weil sich privat wie beruflich in so einem Alter noch sehr viel ändern kann. Wenn dann am ehesten in einer Gegend mit hoher Nachfrage, so das man das Objekt immer noch gut vermieten oder ggf. wieder verkaufen kann. In ländlichen Regionen ist das leider oft sehr kritisch. Dennoch musst das Du selbst entscheiden.

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