Finanzierung Hausbau Frankreich

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Offline Eliott

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Re: Finanzierung Hausbau Frankreich
« Antwort #15 am: 30. März 2017, 20:07:46 »
@Gabrielle
Was soll daran Kritik gewesen sein?
Was destruktiv?
Ich versteh dich nicht

Re: Finanzierung Hausbau Frankreich
« Antwort #16 am: 30. März 2017, 21:53:50 »

Gehe ich von einem Zins von 2,5 % aus und einer einer Anfangstilgung von 2 % (bei dem niedrigen Zinsniveau sollte eine möglichst hohe Tilgung abgeschlossen werden um von der hohen Restschuld herunterzukommen und nicht in 25 Jahren einen Schock zu bekommen wegen der noch sehr hohen Restschuld) dürftet ihr eine monatliche Belastung von ca. 1150 € haben ohne diese Versicherung. Das ist schon ein Haufen Batzen Geld wenn ihr wirklich so wenig Tilgung drin

LG

In Frankreich wird normalerweise innerhalb der Zinsbindungsfrist getilgt. Heißt wer bei einem Kredit auf 25 Jahre eben auf 25 Jahre. Ich habe das mal mit einem bekannten Onlinerechner mit 2,5% Zins durchgerechnet und da kommen fast 1500 Euro im Monat heraus. Mit einem sehr guten Zins von 1,9% auf 25 Jahre fix und einer sehr günstigen Versicherung wären es immer noch knapp 1400 Euro im Monat.

Offline Eliott

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Re: Finanzierung Hausbau Frankreich
« Antwort #17 am: 31. März 2017, 05:51:45 »
So und was ist nun bei den ganzen zum Teil überflüssigen Kommentaren bei rausgekommen?
Nichts anderes was ich gleich zu Anfangs mit drei Sätzen beschrieben habe,
dass so eine Finanzierung auf sehr wackeligen Füssen steht.

Re: Finanzierung Hausbau Frankreich
« Antwort #18 am: 31. März 2017, 09:34:51 »
Hier mal die Sichtweise eines Bankers, der jeden Tag mit Kreditentscheidungen u.a. auch im privaten Wohnbau zu tun hat:

TEUR 15 Eigenkapital bei einem Finanzierungsvolumen von TEUR 305 (nicht einmal 5%) sind grundsätzlich deutlich zu niedrig. Eigentlich nicht mal erwähnenswert, da hiermit nicht einmal die Nebenkosten gedeckt werden können. Da ist es nicht verwunderlich, dass Banken dies ablehnen.
Es darf nicht vergessen werden, dass die Bank für die Beleihung gar nicht den Kaufpreis ansetzen darf (zumindest in Deutschland) sondern nur einen selbst ermittelten Beleihungswert, der grundsätzlich niedriger ist. Da sind wir in so einer Konstellation auf jedenfall bei einer über 100 % Finanzierung. Da gibt es so schöne Begrifflichkeiten wie Schornsteinhypothek etc.....
So eine Finanzierung macht man grundsätzlich nur im Ausnahmefall, wenn man dies entsprechend (auch einem Dritten gegenüber wie z.b. einem Bankenprüfer) plausibel begründen kann. Dies ist z.b. der Fall wenn noch weiteres umfangreiches Vermögen vorhanden ist und nur aus steuerlichen Gründen (z.b. bei Vermietung) eine 100% Finanzierung erfolgt.

Es kommt bei solch einer Finanzierung überhaupt nicht auf das Einkommen an, sondern ganz im Gegenteil. Eine entsprechendes Einkommen und damit die Kapitaldienstfähigkeit ist ohnehin Grundvoraussetzung für jede Kreditvergabe, da die Kreditvergabe ansonsten auch in Deutschland zwischenzeitlich gesetzlich verboten ist.
Aus Sicht der Bankers fragt man sich jedoch: Wenn ein hohes Einkommen erzielt wird, warum ist das Eigenkapital so gering. D.h. die geringe Sparfähigkeit in der Vergangenheit muss erst einmal plausibel erklärt werden. Wenn ich in der Vergangenheit schon kaum was auf die Seite legen konnte, wie soll es derjenige dann in Zukunft schaffen die höhere Belastung aus der Kreditrate für die nächsten 20-30 aufzubringen. Und in die Fahrzeuganschaffung ging das Geld wohl auch nicht, da die ja ansonsten nicht auch noch hätten finanziert werden müssen.

Mit den von Alehu genannten Eckdaten, hätte ich den Kredit auch grundsätzlich abgelehnt, ohne dass es dabei auf den Wohnort ankommt.



Re: Finanzierung Hausbau Frankreich
« Antwort #19 am: 05. April 2017, 16:47:37 »
Hallo Ihr Lieben !

Leider viel zu viele Nachrichten / Fragen als dass ich das jetzt alles auf anhieb beantworten könnte. Ihr dürft mit gerne alle eine private Nachricht schreiben (ob nett oder auch weniger, umgehen kann ich dabei mit allen) wo ich euch dann besser antworten kann! ( wie z.B. Grenzgänger89 )

Um ein paar Fragen zumindest zu beantworten , nein ich habe nicht von Brutto gesprochen, habe ich tatsächlich vergessen zu schreiben, sondern von Netto. Wir haben ein gemeinsames monatliches Netto Einkommen von 4800 Euro.

Und ja natürlich sind 15000 Euro Eigenkapital nicht unbedingt berauschend, aber ich finde es ist besser als nichts ( was man zu genüge erlebt) denn damit können wir zumindest die Grundkosten wie Grundstücksanzahlung, Notar etc selber bezahlen.

Wir haben uns vorgenommen bzw. wollen monatlich eine Rate von 1200-1400 Euro bezahlen, was wir eigentlich als realistisch sehen, da ich momentan in Deutschland eine Miete in höhe von 1100 Euro bezahle.

Nächste Woche bekommen wir ein endgültiges Angebot von der Bank, dann kann ich euch mehr erzählen, aber Sie hatten gemeint dass wir bei einem Zins von 1,9 liegen würden was ich persönlich tatsächlich atemberaubend finden würde.

Wie gesagt bei weiteren Fragen gerne PN an mich :)

wünsche euch trotzdem allen noch einen tollen Tag und eine angenehme Restwoche ! :)

Re: Finanzierung Hausbau Frankreich
« Antwort #20 am: 05. April 2017, 16:58:20 »
p.s.

klar bleibt die Frage warum wir uns nicht mehr angespart haben, aber es wäre ja nicht so als ob wir uns mit 15 kennengelernt hätten, hätten direkt angefangen zu arbeiten und hätten damals schon den Traum nach einem Hausbau gehabt, dass war nunmal nicht so !

Der Wunsch in Frankreich zu bauen und uns dort eine gemeinsame Zukunft aufzubauen ist erst in den letzten 1-2 Jahren entstanden. Und wir wollen nach Möglichkeit einfach nicht länger warten, also haben wir auch nicht mehr angespart.

Aber deswegen braucht ihr euch doch bitte alle nicht so angiften ! :)

Jeder hat dazu seine Meinung und seine Ansicht und dass ist auch euer gutes Recht ! Deswegen würde ich euch nochmal darum bitten mir dann Privat zu schreiben dann kann man darüber deutlich besser reden, bin für jede Kritik so hart sie auch sein mag offen (und ja ich habe auch schon oft zweifel gehabt ob dass auch alles so sinnvoll ist aber ich weis dass das was wir uns vorgestellt machbar ist weil wir viel und lange hin und hergerechnet haben )

liebe grüße

Re: Finanzierung Hausbau Frankreich
« Antwort #21 am: 06. April 2017, 09:42:12 »
Hallo Alehu,

ich hoffe du hast mich unter die Rubrik "eher nett" eingeordnet.
Ja, es sollte keinem darum gehen euer Vorhaben hier "schlecht zu reden".
Was du schilderst, kommt meinen Erläuterungen ja recht nahe was die monatlichen Rückzahlungen betrifft.
Meine Frage wäre da noch, ob es sich jetzt tatsächlich um die reine Zinsfestschreibung von 25 Jahren handelt oder die gesamte Darlehensdauer 25 Jahre beträgt. Zwar hat jemand hier gesagt, es gäbe nur Maximallaufzeiten (Volltilgungsdarlehen) von 25 Jahren, das kann ich mir aber nicht so recht vorstellen. Aufgrund eurer Annuität müsste es sich um die Zinsfestschreibung handeln.

Viel Spaß bei eurem Vorhaben.
Und wenn die Miete schon 1100 € betrug dann muss der Gürtel gar nicht so eng geschnallt werden ;-)

Re: Finanzierung Hausbau Frankreich
« Antwort #22 am: 06. April 2017, 18:44:41 »
Zitat
Maximallaufzeiten (Volltilgungsdarlehen) von 25 Jahren, das kann ich mir aber nicht so recht vorstellen. Aufgrund eurer Annuität müsste es sich um die Zinsfestschreibung handeln.

Die mir bekannten Banken in Frankreich finanzieren nur so. Mir sagte auch mal ein deutscher Banker der auch in Frankreich finanziert, dass das in F Gesetz sei. Es gibt zwar noch ein paar andere Spielarten, diese laufen aber im Grunde auf das Selbe hinaus. Als Vermieter kann man z.B. auf 25 Jahre finanzieren und zahlt nur die Zinsen. Die Tilgung läuft aber auf eine Art Sperrkonto, damit damit der Kredit in 25 Jahren (je nach Zinsentwicklung des Sperrkontos) abbezahlt ist. Das ist in erster Linie für Anleger interessant, da man die Zinsen bei Vermietung absetzen kann.

Re: Finanzierung Hausbau Frankreich
« Antwort #23 am: 07. April 2017, 10:12:20 »
Ja das kann sein,
habe gerade mal wieder drübergerechnet und mit 25 Jahren dürfte die Familie auch hinkommen.
Bei einem Zins von 1,9 % wie beschrieben ist die durschschnittliche Zinslast pro Jahr bei einer Finanzierungssumme von 305.000 € bei 2897,50 €  (305.000/2 = 152500 -> 152500/100*1,9 =2897,5€ pro Jahr)
Das mal 25 Jahre, dann komme ich auf 72.437,50 € Zinsen über die gesamte Laufzeit.
72437,50 € Zinsen  + 305.000 € Darlehen = 377437,5 € Gesamtbetrag -> Gesamtbetrag / 25 Jahre =15.097,50 € Annuität pro Jahr / 12 Monate = 1.258,13 €.
Dann ist es doch ein Volltilger also..
Danke Frontalier, hast dann Recht mit der Annahme dass sie nach 25 Jahren fertig sind.

Re: Finanzierung Hausbau Frankreich
« Antwort #24 am: 13. April 2017, 12:01:21 »
Hallo ihr Lieben,

...Zu dem Thema mit den französischen Banken. Ich glaube nicht dass es nur eine Ausrede ihrer Seite war. Wir waren noch bei der Credit Mutuel in Lauterbourg und da wurde uns genau das selbe gesagt, der junge Angestellte meinte von der Finanzierungssumme sehe er da gar kein Problem, aber das ist nunmal Ihre politik dass beide Kreditnehmer ihren Wohnsitz in Frankreich haben müssen. Wir haben dann auch kurz mit dem Gedanken gespielt mich dann so lange bei seinen Eltern anzumelden aber ich weiß nicht ob das unbedingt so eine sinnvolle Idee wäre.
..

Bei mir ist der Bankmensch sogar noch weitergegangen und ich bekam eine Mail der CM in der Folgendes drin stand:

Chère Madame,

"Après discussion avec le service crédit « Allemand », je ne pourrai malheureusement pas donner une suite favorable sur votre dossier.
Comme nous l’avions évoqué, nous instruisons uniquement les prêts pour des personnes de nationalité française.
Bien cordialement."

Ich hatte allerdings für einen Crédit Relais in Kombination mit (geringerem) Hauskredit gefragt, da mein Apport Personnel nach Verkauf des alten Hauses um 50-60 % gelegen hätte (was mich aber offenbar als Kunde wenig interessant macht, da hätte ich wohl "zu viel" mitgebracht, offenbar macht man ja nicht so viel Geld mit mir, zumal ich ja schon nach 8 Jahren dann mit dem Anschlusskredit durchgewesen wäre)


« Letzte Änderung: 13. April 2017, 12:02:52 von Suzette »

 

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