Grenzgaenger Forum

Autor Thema: Preisspirale bei Grundstücken  (Gelesen 3399 mal)

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Offline Etienne

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Preisspirale bei Grundstücken
« am: 16. Januar 2018, 15:28:27 »
Hallo,

ich wohne in Saarbrücken und beobachten nun schon länger die Immobilienpreise. Gerade bei kleineren Grundstücken zeigt sich ein deutlicher Anstieg. Man kann eine ähnliche Entwicklung auch bei Grundstücken für tendenzielle Mehrfamilienhäuser und Mietwohnungen beobachten. Damit Investoren da bauen, müssen entsprechend hohe Mieten verlangt werden, um den ganzen Spaß zu refinanzieren.... Aber wer soll dann dort wohnen?

Finde diese Entwicklung irgendwie erschreckend...

Offline Eliott

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Re: Preisspirale bei Grundstücken
« Antwort #1 am: 17. Januar 2018, 04:49:42 »
Das ist ganz normale Marktwirtschaft.
Der niedrige Zins fordert halt seinen Preis, so ist das eben.

Offline Matthias#28

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Re: Preisspirale bei Grundstücken
« Antwort #2 am: 19. Januar 2018, 17:44:40 »
Ja so isses leider. Das haben wir doch auch im Grenzgebiet, Wenn die Preise auf der deutschen Seite steigen, wird ueber die Grenze gezogen und die Einheimischen "Die Ditsche machen die Preise kaputt" - komischerweise arbeiten genau die bei mir in der Firma und verdienen das gleiche wie der Ditsche.

Exzẹsse haben wir in Deutschland auch. In Sylt kostet der qm umbauter Raum bis zu 43.000 Euro. Die Einheimischen koennen auf der Insel nix mehr bezahlen und kaum noch was mieten, und muessen somit jeden Tag mit dem Zug runter von der Insel, und wenn wundert es, nun platzen in Niebüll die Preise.

Ganz schlimm muss es wohl in Frisko sein. Die Google und Apple Leute verdienen wohl soviel Geld, das die in Frisko alles zusammen kaufen und der "Ureinwohner" kann sich dort nix mehr leisten. Leider nimmt das schreckliche Ausmasse an.
Heute gerade gelesen: http://www.zdnet.de/88323601/mitarbeiter-busse-von-apple-und-google-angegriffen

Nicht schoen - aber so geht Marktwirtschaft.
gruss Matthias

Offline Issac

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Re: Preisspirale bei Grundstücken
« Antwort #3 am: 29. Januar 2018, 14:49:05 »
Ja, es ist ein Trauerspiel. Laut Bundesbehörden haben sich die Immobilienpreise in Großstädten in den letzten paar Jahren um 40 Prozent erhöht. Schuld daran ist der Niedrigzins, der Baulandmangel und die zahlreichen Spekulanten. Bis 2030 soll sich an dieser Entwicklung auch nichts mehr ändern. Für einen normalen Arbeitnehmer ist eine Hausfinanzierung in der Stadt mittlerweile nicht mehr zu bewältigen. Mit Geldanlage hat das alles nichts mehr zu tun und viele werden sich böse auf den Hintern setzen, weil sie in ein paar Jahren ihren Kredit nicht mehr bezahlen können.

In meinen Augen auch völlig unlogisch, sich als kleiner Privatmann so langfristig zu verschulden, wenn man nicht mal weiß, ob man im nächsten Jahr noch in seiner Firma Arbeit hat oder zu den 50% zählt, die sich nach Eheschließung wieder scheiden lassen.

Was die Miethäuser und den Wohnungsmarkt angeht, so kann man gut beobachten, wie Einheimische immer weiter an den Stadtrand und darüber hinaus gedrängt werden und immer weniger am kulturellen Leben teilhaben. Im Zentrum stehen dann die schicken Villen leer, weil sich niemand mehr die Mieten leisten kann und alle Objekte nur noch durch Spekulanten hin und her geschoben werden.... Kranke Welt aber so läuft das Spiel. Es zeigt auch gut den Charakter des Menschen, der in so einem System vollends in Erscheinung tritt.


Gruß
« Letzte Änderung: 31. Januar 2018, 14:44:14 von Issac »