Hauskauf/Finanzierung in F

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Hauskauf/Finanzierung in F
« am: 10. November 2018, 00:07:01 »
Hallo zusammen,

Ich bin schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einem kleinen Haus für mich in Frankreich,Grenzgebiet zum Saarland.
Da ich dieses auch dort finanzieren möchte wäre ich über Erfahrungsberichte eurerseits sehr dankbar.
Ist es dort wie hier ohne weiteres möglich ohne Eigenkapital zu finanzieren bei entsprechendem Verdienst?
Welche Banken könntet ihr mir empfehlen?

Danke im Voraus

Re: Hauskauf/Finanzierung in F
« Antwort #1 am: 10. November 2018, 11:29:18 »
Hey,

Da ich vor kurzem selbst erst auf der Bank war:

Es werden mindestens 10% Eigenkapital verlangt, dies teielte mir jede Bank mit.
Dann gibt es viele weitere Faktoren:
Finanzierst du alleine oder zu zweit.
Alleine: 6 Monate bis ein Jahr nachweisen, dass man die Differenz zwischen potenzieller Rate und derzeitiger Miete bezahlen kann. Das heißt die Differenz auf ein Sparkonto zb.
Wobei das auch oft bei zwei Besitzern verlangt wird.
Hast du noch Restschulden irgendwo -Kredite oder dergleichen- wird dir das von deiner potenziellen Ratenhöhe abgezogen.
Heißt, du könntest 1000€ finanzieren, zahlst aber irgendwo für nen Kredit 300€, dann kannst du nicht mehr als 700€ finanzieren.

Am Ende bleibt Dir aber so oder so nur ein Gespräch auf einer Bank.
Die Konditionen sind unterschiedlich, aber doch relativ gleich.
So meine Erfahrung der letzten Wochen.

Grüße

Re: Hauskauf/Finanzierung in F
« Antwort #2 am: 11. November 2018, 00:00:56 »
Ich bezahl schon relativ viel Miete und komme trotzdem zurecht :anixwissen:

Offline Bingo

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Re: Hauskauf/Finanzierung in F
« Antwort #3 am: 11. November 2018, 09:39:38 »
Sei froh, dass die Banken in F so genau darauf achten, dass eine Finanzierung auch nach Jahren noch funzt.
In D erzählen sie Dir, was Du hören willst und finanzieren wer weiß was und am Ende hat die Bank das Haus.

Wenn Du bei gutem Verdienst es bisher nicht geschafft hast etwas auf die Seite zu legen, wie willst Du denn dann ein Haus bauen/kaufen? Es kommen immer wieder Ausgaben auf Dich zu, mit denen Du nicht gerechnet hast. Sei es an dem Haus, sei es ein Haushaltsgerät oder Dein fahrbarer Untersatz...

Soll kein Vorwurf sein nur ein gut gemeinter Rat, der Dir hoffentlich die Augen auf macht.

Re: Hauskauf/Finanzierung in F
« Antwort #4 am: 11. November 2018, 18:28:38 »
Ist sehr nett von dir gemeint,aber ich denke das ist eine persönliche Angelegenheit.
Es liegt an gewissen Vorkommnisse dass mein Erspartes weg ist...von mir unverschuldet.
Ich finde es ist trotzdem nicht von der Hand zu weisen dass ich mich innerhalb von 1 Jahr wieder auf den Status den ich jetzt hab hochgearbeitet habe. :Hands:
Ich hab immer Rücklagen für alltägliche Dinge wie zb irgendwelche Reparaturen.., ;) daran wird es nicht liegen
Ich hab halt nur nicht ewig Zeit hinzudümpeln und würde gerne wieder in ein eigenes Zuhause.da ich so jmd anderem die Bude abbezahle und mein Geld auch wieder weg ist.

Re: Hauskauf/Finanzierung in F
« Antwort #5 am: 11. November 2018, 19:12:55 »
Bei mir hat es auch persönliche Gründe, wieso weshalb nicht genügend vorhanden ist, die Bank interessiert es leider null.
Die wollen nur was haben. Woher du das hast, spielt dabei keine Rolle.
Was und wie du etwas erreichst, ist denen ebenso egal.

Mit deinem letzten Punkt gebe ich dir recht.
Ich habe den Banken auch gesagt, dass ich nun bereits Jahre andere bezahle, dass ich so noch ein paar Jahre zahle und denen das Haus ja bis zum Datum x gehört.
Ist denen aber -wie bereits gesagt- vollkommen egal. Ist dein Problem.

Schau, dass du keine Altlasten hast und 10% Kapital. Dann wird es leichter.

Leider ist derzeit der Zins sehr niedrig und keiner weiß, wann der wieder ordentlich hoch geht und man möchte das doch gerne ausnutzen.

Grüße und dennoch viel Erfolg

Re: Hauskauf/Finanzierung in F
« Antwort #6 am: 11. November 2018, 19:35:39 »
Danke dir

Ja ich weiß wie die ticken...hierzulande kenne ich mein Budget,aber halt für hier.
Und das liegt über dem Preis des Objektes meiner Begierde.
Naja,ich schau mal was geht und was nicht geht.

LG

Offline Bingo

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Re: Hauskauf/Finanzierung in F
« Antwort #7 am: 11. November 2018, 21:12:12 »
Stimmt, den Banken ist es egal, warum zum Zeitpunkt der Anfrage kein Eigenkapital da ist.

Du schreibst, dass Du innerhalb eines Jahres Dich wieder auf einen gewissen Status hoch gearbeitet hast. Dann weißt Du, was Du kannst und guckst dann wie Dragonvamp schon geschrieben hat, dass Du die 10% Eigenkapital zusammen bekommst.

Viel Erfolg!

Re: Hauskauf/Finanzierung in F
« Antwort #8 am: 12. November 2018, 09:34:42 »
Um deinen Traum zu realisieren müssen folgende Kriterien erfüllt werden.
Positive Haushaltsrechnung:
Das bedeutet, dass die Differenz zwischen deinem Einkommen und den Ausgaben mindestens einen positven Wert in Höhe der mtl. Rate haben muss. Die Bank zieht zur Berechnung statistische Durchschnittswerte heran.
Z.B. Lebenshaltungskosten, nebenkosten pro m². Dies mag im individuellen Fall ungerecht erscheinen weil man z.B. sparsamer lebt als die Pauschale hergibt, ist aber so vorgeschrieben.

Keine negativen Eintragungen:
Negative Schufa-Eintragungen sind ein No-Go bei der Hausfinanzierung.

Eigenkapital:
Seriöse Banken verlangen zu Recht Eigenkapital. Oftmals werden die 10% verlangt um zumindest die Nebenkosten für Grunderwerbssteuer, Notar, Makler zu decken.

Zusammensetzung Zins:
Realkredit bis 60% des Beleihungswertes -> günstiger Zins aus den Schaufenstern
Personalkredit bis 80% des Beleihungswertes -> Zins+ Aufschlag
Blankokredit ab 80% bis i.d.R. 100% des Beleihungswertes -> Zins 80% des BLW +Aufschlag

De Facto können 100% Finanzierungen richtig ins Geld gehen.

Mieter zu sein hat nicht nur Nachteile.  Man ist flexibel und hat relativ geringe Abgaben (z.B. keine Tax Foncier) und keine Notwendigkeit Rückstellungen für Renovierungen etc. zu bilden. Dafür hat man ja den Vermieter. Daher ist diese Zeit ideal um Geld auf Seite zu legen. Sollte das in den letzten Jahren nicht erfolgreich funktioniert haben, zeigt die Erfahrung, dass Menschen das auch zukünftig eher schwierig erfüllen können.
Mit dem Erwerb eines Eigenheimes zahlt man nicht mehr das Geld an den Mieter, das stimmt. Man zahlt es zukünftig an die Bank und den Staat durch die Kaufnebenkosten. Zudem wird der Konsum eingeschränkt durch die notwendigen mtl. zu bildenden Rücklagen und die mtl. Kreditrate, die zu Beginn aus einem sehr großen Teil nur aus Zinsen besteht. Bei Verkauf besteht zudem die Gefahr nicht mehr das Geld zu sehen was man insgesamt investiert hat.

Ich würde mich für Sie freuen wenn Sie eine Bank finden, die ihr Vorhaben unterstützt. Ich persönlich rate von einem Immobilienkauf ohne Eigenkapital jedoch ab.

Offline Ralph

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Re: Hauskauf/Finanzierung in F
« Antwort #9 am: 12. November 2018, 13:25:31 »
seriöse Berater empfehlen sogar ein Eigenkapital von ca.30%....
10% ist schon sehr auf Kante genäht, zumal ja auch die Immobilienpreise mittlerweise
eher überbewertet sind.
In der unmittelbaren Grenzregion eher sehr überbewertet.
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.  Curt Goetz

Re: Hauskauf/Finanzierung in F
« Antwort #10 am: Gestern um 09:57:25 »
Hey,

Da ich vor kurzem selbst erst auf der Bank war:

Es werden mindestens 10% Eigenkapital verlangt, dies teielte mir jede Bank mit.
Dann gibt es viele weitere Faktoren:
Finanzierst du alleine oder zu zweit.
Alleine: 6 Monate bis ein Jahr nachweisen, dass man die Differenz zwischen potenzieller Rate und derzeitiger Miete bezahlen kann. Das heißt die Differenz auf ein Sparkonto zb.
Wobei das auch oft bei zwei Besitzern verlangt wird.
Hast du noch Restschulden irgendwo -Kredite oder dergleichen- wird dir das von deiner potenziellen Ratenhöhe abgezogen.
Heißt, du könntest 1000€ finanzieren, zahlst aber irgendwo für nen Kredit 300€, dann kannst du nicht mehr als 700€ finanzieren.

Am Ende bleibt Dir aber so oder so nur ein Gespräch auf einer Bank.
Die Konditionen sind unterschiedlich, aber doch relativ gleich.
So meine Erfahrung der letzten Wochen.

Grüße

Ja, die 10 % kann ich bestätigen. Ich hatte 5 Banken angefragt hier in Strasbourg, ob sie auch finanzieren würden, wenn ich über der Grenze kaufe. Wäre kein Problem gewesen (ich suche aber noch das passende Objekt). Umgekehrt war es schon ein Problem, die Deutschen machten ein Riesen-Heck-Meck und verlangten bis zu 40 % Eigenkapital für den umgekehrten Fall.

 

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