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Autor Thema: D 6er-Steckdosenleisten in F weiterverwenden?  (Gelesen 656 mal)

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Offline sasa_obu

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D 6er-Steckdosenleisten in F weiterverwenden?
« am: 15. Februar 2020, 21:06:47 »
Da ich Elektrotechnik studiert habe, weiß ich, dass die französischen Steckdosen unseren dt. Schuko-Steckdosen technisch überlegen sind (definierte Polarität, keine Federn für den Schutzleitern die gerne mal überstrichen werden) - ich will deshalb sicher nicht grundsätzlich Schuko-Steckdosen in F verwenden oder gar einbauen.

Nun habe ich aber (leider) noch eine ganze Menge dt. 6er-Steckdosenleisten. Diese verwende ich hauptsächlich für Kleingeräte mit relativ geringer Leistungsaufnahme (PC, Laptop, TFT Bildschirme, TV, SAT Receiver, Handy-Ladegeräte usw.).

Darf ich solche aus dt. mitgebrachten 3er oer 6er Schuko-Steckdosenleisten in F verwenden?

Mir geht es dabei hauptsächlich um die Versicherung - denn wenn die Gefahr besteht, dass ich Zweifelsfall die F Versicherung aufgrund der D Steckdosenleisten im Ernstfall einen Schaden nicht bezahlt, dann kaufe ich mir lieber in F neue Steckdosen-Leisten und "vermache" die dt. Schucko-Leisten meiner Familie in D.

Liebe Grüße

Aleksandar

Offline sasa_obu

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Re: D 6er-Steckdosenleisten in F weiterverwenden?
« Antwort #1 am: 10. März 2020, 16:29:28 »
Nachdem ich nirgends eine verlässliche Aussage zu dem Thema bekommen habe, wollte ich das Risiko lieber nicht eingehen.

Hab die D Steckdosenleisten in D gelassen und mir im F neue F Steckdosenleisten gekauft ?

Als Tipp, falls jemand in einer ähnlichen Situation ist:

Bei IKEA bekommt man 6er Steckdosenleisten im 2er Pack für nur 6 Euro.

Bei E.Leclerc wollen sie 16 Euro und mehr für eine einzige...

Liebe Grüße

Aleksandar

Offline Ralph

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Re: D 6er-Steckdosenleisten in F weiterverwenden?
« Antwort #2 am: 10. März 2020, 21:56:49 »
Grundsätzlich würde ich empfehlen für die ganzen genannten Geräte Steckdosenleisten mit
Überspanungsschutz zu kaufen.
Das schützt vor Überspannungsschäden.
Gibts aber sicher nicht bei Ikea .... und nicht zu dem Preis.
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.  Curt Goetz

Offline edgard

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Re: D 6er-Steckdosenleisten in F weiterverwenden?
« Antwort #3 am: 11. April 2020, 15:03:37 »
Moin,  :winkerwinker:
Wenn das große E drauf ist - völlig problemlos.
In der EU dürfen nur Produkte vertrieben werden die in der gesamten EU genutzt werden können (was ein großer Vorteil der EU ist...).
Wer also keinen Chinaschrott auf dem Flohmarkt oder über amazon kauft ist da sicher.
Wir nutzen unser Equipment weiter - wo noch alte Stecker dran sind (ohne "Erdloch") kommt ein neuer Stecker dran (ja, ich weiß - ist dann nicht mehr Orischinol.. ) und wird geprüft.
Ich nehme aber Stecker aus D - denn die meisten in F passen nicht für Schuko. Umgekehrt schon...

Grüßle,
Edgard
« Letzte Änderung: 14. April 2020, 22:47:49 von edgard »
Sapere Aude!

Offline -Helmut-

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Re: D 6er-Steckdosenleisten in F weiterverwenden?
« Antwort #4 am: 14. April 2020, 19:53:28 »
Zitat: weiß ich, dass die französischen Steckdosen unseren dt. Schuko-Steckdosen technisch überlegen sind (definierte Polarität, keine Federn für den Schutzleitern die gerne mal überstrichen werden) - ich will deshalb sicher nicht grundsätzlich Schuko-Steckdosen in F verwenden oder gar einbauen.

Hmm, das ist kein Wissen sondern nur Theorie, Annahme. Was soll denn diese angeblich bessere Polungssicherheit bringen, wenn es keinerlei verbindliche Vorschrift gibt, welcher Leiter an welchen Anschluss zu klemmen ist, das jeder Elektriker nach eigenem ermessen machen kann?
Wieso soll der franz. Schutzleiteranschluss bessere Sicherheit garantieren? Vor allem in diesem üblichen Stromnetz genannt TT.
Bei Schuko gibt es zwei Kontakte für den Schutzleiter, an einer franz. Steckdose nur einen. Wehe, dieser Kontakt ist nicht sicher! Den Rest kannst du dir sicher selbst ausmalen, wenn du Etechnik studiert und verstanden hast.

Übrigens, weil erwähnt möchte ich eine gewisse Empfehlung zum neu überdenken anregen. Dazu müsste man sich den empfohlenen Überspannungsschutz ansehen und dann einfach nur mal schätzen, welche "Leistung" dieser innerhalb welcher Zeit "bewältigen" kann, ohne kaputt zu gehen.
Ich könnte einfach auf Datenblätter verweisen, nur ob solche von Jedermann etc verständlich sind, bleibt fraglich.
Nachteil dieses vermeindlichen Schutzes ist, der ist schneller kaputt als man sich vorstellen mag, und ab dann gibt es keinen Schutz mehr. Was nützt ein Schutz auf den man sich sinngemäß blind verlassen muss, es keinerlei Anzeige gibt ob der Schutz noch funktioniert?

Der Preis einer Ware sagt schon lange nichts mehr über die Produktqualität aus.
Kannst Du in die Steckdosenleisten von Ikea und/oder Le Clerc rein sehen, die Verarbeitungsqualität selbst bewerten?
Ich vermute, beide Typen sind so verarbeitet dass man da nicht ohne Zerstörung des Gehäuses rein sehen kann. ;-)

Falls die Typen von Le Clerc nicht aus China, sondern Frankreich sind, könnte der Preis passen.
In der EU wird teilweise nur noch geplant, der Rest in China anhand der Vorgaben fertigen gelassen. Folglich passt vieles den EU Marktbedingungen.

Grüße
Helmut
Ich verabscheue ihre Meinung, doch ich werde mein Leben lang dafür kämpfen, daß sie sie äußern dürfen! (Voltaire)

Offline edgard

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Re: D 6er-Steckdosenleisten in F weiterverwenden?
« Antwort #5 am: 14. April 2020, 22:55:51 »
Hallo Helmut,

ich will da nicht widersprechen, im Gegenteil - ich halte es für absurd wenn ein Winkelstecker nur in eine Richtung eingesteckt werden kann; die Führung der Schukostecker in der Dose ist wesentlich besser. (Meine Skepsis gegenüber dem praktischen Nutzen eines Studiums wächst stündlich...)
Andererseits ist es ein Unterschied ob ein EU-Importeur nach seinen Vorgaben in China fertigen läßt oder ein chinesisches Unternehmen seinen Nicht-EU-konformen und gefährlichen Müll z.B. über amazon oder ebay verscherbelt.
Da haben diverse Untersuchungen dieser Produkte deutlich gezeigt daß es sich hier eher um Brandbomben handelt.
Grüßle,
Edgard
Sapere Aude!

Offline -Helmut-

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Re: D 6er-Steckdosenleisten in F weiterverwenden?
« Antwort #6 am: 15. April 2020, 00:29:56 »
Okay, du hast zumindest einen Aspekt konkretisiert.
Nur unterstellst du sinngemäß einiges einfach und hinterfragst etliche Zusammenhänge nicht mehr. Selbst renomierte Firmen in D und F produzieren schon länger nicht mehr im Land. Dort gibt es nur noch Entwicklungsabteilungen und die lassen dort fertigen wo die Produktion am billigsten ist.

Hinzu kommt die Profitgier und ein absurdes wirtschaftliches denken, das mittlerweile bekannt unter dem Namen geplante Obsoleszens sein sollte. Falls Du davon noch nichts gehört hast schau dich auf den Webseiten von "Murks nein danke" um.

Erzähle mir bitte nicht, das was unter geplanter Obsoleszens zu verstehen ist, hat einzig was mit China oder dort beauftragten Produktvorgaben deutscher oder franz. Entwicklungsabteilungen Lieferungen zu tun. Das wurde so geplant, so bestellt und natürlich so geliefert. Somit hie und da bestellte Brandbomben darunter.

Schau mal genauer hin, wenn im Fernsehen Produkte getestet werden und dabei erkennbar wird, sehr viele Geräte sollen kurz nach Ablauf der Gewährleistungzeit baldmöglichst so kaputt gehen, dass daraus ein sinngemäßer Totalschaden wird.

Du meinst mit deinem Wort Brandbomben wohl sinngemäß wörtlich. Das betrifft nur einen Teil der Produktkette, nicht die Masse.
Geplante Obsoleszens findet sich bei genauerem hinsehen mehr als deine benannten Brandbomben.

Schau dir das Video von Arte bei Youtube an, das du dort unter dem Namen "Kaufen für die Müllhalde" finden kannst. Schau es dir möglichst komplett an (dauert 1,6 Stunden). Es wird einiges gezeigt, das nachdenklich machen sollte.

Wir sollten mehr Dinge von mehreren Aspekten betrachten, und uns nicht "organisiert" irre führen lassen.
Übrigens wird im Video sehr gut deutlich gemacht wie bewusst Müll produziert wird, und wie etliches um das Thema organisiert ist.
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Offline edgard

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Re: D 6er-Steckdosenleisten in F weiterverwenden?
« Antwort #7 am: 15. April 2020, 07:48:34 »
Ich habe in den 70ern Radio-Fernsehtechniker gelernt, habe nach der Eröffnung des ersten SATURN in Bremen miterlebt wie unsere Branche den Bach runterging. Als ich dann bei Nordmende anfing hatte das wer noch 4000 Mitarbeiter - zwei Jahre später keine 2000 mehr. Heute ist es eine Lagerhalle.  :mad:
Ich habe Null Mitleid für Leute die immer billiger kaufen wollen und sich dann beklagen daß der Kram keine 10 Jahre hält - wenn sie denn die Geräte überhaupt so lange nutzen - erwiesenermaßen fliegen voll funktionsfähige Geräte in den Müll denn mit dem neuen Vertrag gibts ja das neueste Smartphone für lau!  :eijoo: Und wer sind eigentlich die Bekloppten die sich Abends vor den Markt stellen nur um morgens das neueste gerät kaufen zu können? Ich hab immer noch das gute alte Samsung B2100. Da ist sogar mal ein Auto drübergefahren.
Unsere Miele WS5425 haben wir 2004 von einem Gebrauchtgerätehändler erworben. Jetzt wird demnächst das Trommellager getauscht.
Unser alter Wäschetrockner - keine Edelmarke - haben wir nach 11 Jahren an unser junges Nachbarpaar verschenkt weil kein Abluftanschluß in der neuen Bleibe. Jetzt haben wir einen Bauknecht WP-Trockner - seit 6 Jahren. Sonderangebot bei real.
Unsere beiden TV-Geräte (Flachbild) sind mehr als 5 Jahre alt, der SAT-Receiver auch - aber der ist demnächst "fällig".
Unsere beiden Mini-Stereoanlage: 20 bzw. 14 Jahre - eine Reparatur am CD-Player zum Fixpreis.
Digitalkamera: 5 Jahre robuster Betrieb was man dem Gehäuse auch ansieht. Daher eine Reparatur wegen klemmender Schutzblende.
Ich habe zwei Ausfälle erlebt:
- ein Bosch-Schleifer - wurde getauscht.
-eine Billigbohrmaschine vor 18 Jahren auf dem Neubau. Dem hab ich mit dem großen Dosenbohrer das Genick umgebdreht. Wurde getauscht - und diese Maschine läuft bis heute bei mir "fürs Grobe". da haben Hersteller und Vertreiber ja echt Reibach gemacht!

Bei NM in der Produktion habe ich Serienfehler erlebt - weil z.B. Kondensatoren in der Durchschlagsfestigkeit "auf Rand genäht" waren. Kein Wunder! Die Leute wollen schließlich billig - und dann kriegen sie es auch. Was NM das gekostet hat kann man sich vorstellen.

Ich kann dieses Gejammer von "geplanter Obsoleszenz" nicht mehr hören - wer keine Metallzahnräder bezahlen will und deswegen Plaste kauft - sein Problem!
Wer immer das Neueste braucht und dafür ein funktionierendes Gerät wegschmeißt - psychologische Obsolenz ist dessen Problem!

Mal ehrlich - um herauszufinden was wann kaputtgeht um danach die Produktion für "geplante Osboleszenz" auszurichten muß man wie lange entwickeln und testen und was kostet das?
Welcher Hersteller kann es sich erlauben daß seine Produkte schnell die Grätsche machen - bei den Produktbewertungen der Händler und Handelsplatformen?
Gerplante Obsoleszenz bei einer Mehrfachsteckdose für 2,50€?   :anixwissen: Hat jedenfalls bei uns nicht geklappt mit der "Obsoleszenz"!

Wenn ein Produkt das E-Symbol trägt dann trägt der Lieferant und Verkäufer die Verantwortung für die Einhaltung der jeweiligen Richtlinien. Und das wird laufend überprüft.
Und wenn es dann zu einem Zimmerbrand kommt - worauf schauen dann die Brandermittler und die Versicherung?
Genau! :pfeif:




Sapere Aude!

Offline -Helmut-

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Re: D 6er-Steckdosenleisten in F weiterverwenden?
« Antwort #8 am: 15. April 2020, 20:30:30 »
ich kann deine Äußerungen zum großen Teil nachvollziehen, verstehen. Nur machst du es dir mit dem Thema geplante Obsoleszens zu einfach.
Glaubst du im Ernst, du könntest irgendein Gerät erstmal kostenlos erwerben um es zu Testen? Nö, garntiert nicht. Das generelle Motto lautet, so gekauft wie gesehen, oder den Werbeversprechen geglaubt.

Ich kenne die damalige Zeit und Berufswelt auch. Ich war zwar kein RF-Techniker sondern im Automotive-Sektor im Sektor Instandhaltung und Werk am laufen halten beschäftigt. Konnte nebenher auch Rundfunkgeräte reparieren, ließ mich sogar auf einen Nebenjob bei einem gerade erst in Betrieb gehenden RF-Techniker ein. Allerdings nur so lange, bis dieser jemand fest einstellen konnte.
Interessant war, überall bei den Verkäufern zu hörenden Argumenten, die Erzeugnisse von Telefunken seien die Besten. Dagegen könnte kein Grundig, kein Saba, kein Nordmende und vor allem kein Phillips-Erzeugnis mit halten.
Das war damals schon super organisierte Lügerei, den Telefunken war sehr oft sinngemäßer Schrott. Warum also war Telefunken von verkaufenden Betrieben fälschlich als das Beste genannt. Ganz einfach, deren Verkaufssystem nannte sich Kommisionsware.

Zwischenfrage, bringst du deine technischen Fähigkeiten irgendwo nutzbringend ein? Zum Beispiel in Repaircafes. Ich tue das bei einigen und erlebe somit einiges, was du vielleicht nicht erlebst.
Ich hatte vor kurzem einen neuen, angeblich guten Papierschredder gekauft, der natürlich nur gelobt wurde, und was kaufverhindernd gewesen wäre, nicht publiziert wurde. Erst nach erhalt, auspacken und durchblättern der Bedienungsanleitung wurde davor gewarnt, das Gerät länger als 3 Minuten zu benutzen. Danach müsse eine 30 minütige Pause eingelegt werden.

Obwohl das Gerät laut Herstellerangaben bis zu 8 Seiten gleichzeitig eingeführtes Papier problemlos in 5 mm kleine Quadrate schreddern kann, habe ich maximal 3 Seiten eingeführt. Hatte keine Stoppuhr mitlaufen lassen, aber gefühlt nicht länger als 3 Minuten geschreddert. Es dauerte keine Ewigkeit, dann ging plötzlich gar nichts mehr. Sofort Verkäufer kontaktiert, dem erklärt ich habe das Gerät zwecks Untersuchung auseinander gebaut und ermittelt, der Motor sei trotz Thermosicherung von 50 Grad kaputt. Ersatz konnte Verkäufer nicht liefern, und bevor ich das groß Publik machen würde, schickt er mir ein kostenloses Neugerät.

Was nützt eine Thermosicherung per Kabelbinder am Motor angebracht, wenn dies kein wirksamer Schutz darstellt. Mein alter Papierschnipsler hielt 20 Jahre durch. Der hatte keinen Motordefekt, bei dem war das Schneidewerkzeug sinngemäß primitiv, zerstückelte nicht mehr gut genug.
Dagegen war das Schneidewerkzeug des neu gekauften Gerätes super konstruiert, incl. Getriebe daran. Nur der Motor war extrem auf Leistungsgrenze ausgelegt, also am falschen Platz gespart worden, bzw absichtliche Sollbruchstelle.

Du müsstest es doch als RF-Techniker besser wissen. Bewusst gemachte Konstruktionsfehler müsstest du doch kennen. Elkos ziemlich nahe an ihrer Spannungsgrenze betreiben, sehr oft in der Nähe von extrem wärmestrahlenden Bauteilen plaziert usw, müssten doch bekannt sein.
In industriellen Anlagen gab es solche Auffälligkeiten nicht, oder kaum.

Bis Ende 90 lief alles in Sachen Reparaturen und Fachabteilungen dafür sehr gut. Dann war die Rede davon, es müsste dringend die Ersatzteil-haltung, Lagerung, -organisation verbessert werden, weil das angeblich steuerlich und versicherungsrechtlich mehr kosten würde. Plötzlich wurden Lagergüter größeren Wertes zertrümmert und entsorgt. Und es wurden immer weniger Reparaturen nötig, und somit immer weniger Spezialisten.

Fast jeder Depp brauchte nur noch Baugruppen aus zu tauschen und nichts davon zur Elektronikwerkstatt bringen. Wegwerfen war billiger.
Als nächstes erlebte ich 2007 die Ansage unseres Werkleiters und unserer Ingeniörsabteilung, es käme eine nicht abzuwendende Änderung auf alle Firmen zu, die sie nicht verhindern könnten. Man nannte dies unabwendbare Neubewertung aller Arbeitsplätze im Werk und allen Werken.
Zwar würden alle bisherig qualifizierten weiterhin ihr Gehalt erhalten und nichts verlieren. Es beträfe nur alle Neueinstellungen und alle Auszubildeten.

Das war der Vorreiter des angeblichen Facharbeitermangels. Nur noch nicht als solches erkennbar. Unsere Ingenieurabteilung wurde nun sinngemäß klein gehalten, Qualität war nicht mehr so wichtig, die BWL er hatten mehr Verfügungsgewalt als die Ingenieure, Techniker.
Es gibt also nicht nur geplante Obsoleszens. ;-) Profitmacherei war das Leitmotiv geworden.

Gruß
Helmut
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Offline -Helmut-

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Re: D 6er-Steckdosenleisten in F weiterverwenden?
« Antwort #9 am: 16. April 2020, 19:29:22 »
Es gibt nicht nur geplante Obsoleszens, es gibt noch etliche andere "organisierte" Machenschaften.
Was sagst Du oder Andere zu dieser sinngemäß organisierten Schweinerei:
https://www.zdf.de/politik/frontal-21/frontal-21-vom-10-maerz-2020-100.html

Gruß
Helmut
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