Hilfe! Hausverkauf in F - wann kommt das Geld? Wann Übergabe?

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Hallo, bin neu hier und habe gleich ein Riesenproblem, welches mich seit Mai verfolgt und zu Magengeschwüren führt!!! Wir wohnen seit 7 Jahren in F und möchten zurück nach D ziehen. Unser Haus in F wollen wir verkaufen, haben im Mai einen Käufer aus D gefunden, der den ganzen Monat brauchte, um mit seiner Bank in D alles zu besprechen. Im Juni unterschrieben wir den Compromis d'vente mit dem von ihm bzw. seiner Bank ausgesuchten Notar in F. Daraufhin fiel auf, dass wir noch nicht im Livre foncier als Besitzer eingetragen waren. Nach etlichen Telefonaten bei unserem damaligen Notar, dem neuen Notar, Gericht, Livre foncier, etc. sind wir nun Ende Oktober angelangt und sind endlich im Livre foncier eingetragen. Der Käufer will immer noch das Haus, hat inzwischen seine Wohnung gekündigt und will im Januar 2011 einziehen. Wir haben ein Haus in D gefunden und kaufen dort, sobald in F verkauft ist. So weit so gut, könnte man meinen. Aber trotz vieler Bemühungen, Telefonaten, etc. unsererseits, habe ich mir inzwischen mehrfach sagen lassen (von Notaren, Maklern und Banken), dass die Tatsache, dass wir nicht im Livre foncier eingetragen waren zwar nich ok ist, aber in F gang und gäbe und eine franz. Bank das weiß und keine Probleme bereitet hätte. Ich ärger mich schwarz darüber, vor allem, weil wir dachten, wir hätten was falsch gemacht und haben seit Juni Land und Leute verrückt gemacht - leider ohne großen Erfolg - naja die Mühlen mahlen auch in F langsamer! Nun will der Käufer, der aufgrund eines Auslandaufenthaltes erst wieder Ende November da sein wird, dann erst den Verkaufsvertrag unterschreiben, will dass wir bis spät. Mitte Januar raus sind, damit er dann renovieren kann und seine Bank würde Ende Januar frühestens das Geld bezahlen! Wir rechnen ja schon mit einer Überbrückung von 4-6 Wochen (es ist auch noch Weihnachten dazwischen), aber ich finde sein Verhalten so was von unverschämt! Bei allem Verständnis für seine Lage, aber wir sind doch nicht besser dran! Hätten wir an jemanden verkauft, der in F finanziert hätte, wäre der ganze Zirkus nicht gewesen und wir hätten schon seit vier Monaten verkauft haben können! Wer kann mir sagen, wie wir uns hier (rechtlich) richtig verhalten, wann sollen wir Übergabe machen, das Haus räumen? Bin gern bereit, einen Kompromiss zu finden, aber will nicht verarscht werden!!!! Vielen Dank für Eure Infos.

Re: Hilfe! Hausverkauf in F - wann kommt das Geld? Wann Übergabe?
« Antwort #1 am: 22. Oktober 2010, 23:45:50 »
Versteh ich jetzt nicht ganz - compromis de vente macht man mit dem Käufer, dazu braucht man nicht wirklich einen Notar und auch die Bank hat da eigentlich nix zu melden. Ist nicht mehr als ein Vorvertrag und sagt nicht viel mehr, als das der Verkäufer an den Käufer verkaufen will und der Käufer das Haus kaufen will. Ist sinnvoll, daß der Käufer sich vielleicht vorher mit seiner Bank klärt, daß er dann auch das Geld bekommt, aber bei dem Compromis ist die Bank nicht wirklich nötigund ob der Käufer 2 Tage oder 5Monate zur Kaufentscheidung braucht eben seine Sache und normal.
Anzahlung ist üblicherweise irgendwas 10% - der Käufer kann dann jederzeit noch abspringen (weil er etwas den kredit nicht bekommt was auch immer) - würde aber in diesem Fall die 10% verlieren.
Es sei denn der Verkäufer hat irgendwas verbockt, ist eben schuld daran das der Verkauf nicht zustande kommt.

Nicht im Grundbuch eingetragen zu sein ist allerdings Schlamperei - mag vorkommen - so normal und gang und gäbe, wie du sagst ist das allerdings sicher nicht und eigentlich sollte das vom Notar, der euren Kauf damals abgewickelt hat ganz normal ans Cadastre weitergegeben und erledigt worden sein. Absolutes Schema F und wenn es nicht gemacht wurde, dann kann man schon denken, daß irgendwo was nicht koscher war und ich wäre als Käufer mehr als alarmiert, wenn der Verkäufer mir erklärt, daß er gar nicht als Eigentümer eingetragen ist. Sorry aber auch ein fanrnzösiche Käufer würde da kaum anders reagieren und ne französiche Bank würde da probleme machen, wenn im Grundbuch noch ein ganz anderer als der Verkäufer steht und man nicht genau weiß was Sache ist usw.
Wieauchimmer, wenn dadurch der Verkauf nun unnötig verzögert wurde (normal sind grobe 3 Monate zwischen cv und notzariellen vertrag) ist das Schuld des Verkäufers und denke mal der Käufer wird in diesem Fall abspringen können und seine Anzahlung zurückverlangen können(keine Ahnung ob nicht sogar zu verzinsen).

Ansonsten übliche Vorgehensweise:
- man macht Compromis de vente
- gibt die Sache an einen Notar, der übrerprüft das Grundbuch und insbesondere Hypotheken,servitudes usw. und da das außerhalb der Dep 57,67,68 allerdings etwas komplizierter ist und der Notar am Ende für die korrektheit verantwortlich sind 3 Monate zwischen CV und Notarvertrag absolut üblich.
- Dann macht der Notar einen Termin, man geht hin, unterschreibt und macht dabei üblicherweise direkt auch die Übergabe - der Käufer schiebt einen bankbegalubigten Scheck mit dem Kaufpreis über den Tisch, der Verkäufer im Gegenzug den Schlüssel. So ist es zumindest eigentlich üblich.
Geht natürlich auch anders, ist halt Verhandlungssache und hat erst mal rein gar nix mit "verarscht werden zu tun" und sollte eigentlich im Compromis de vente stehen. Wenn nix anderess vereinabrt gilt wohl der Standartweg - Übergabe Kaufpreis/Haus bei Notartermin.

Und da die 3 Monate rum sind (und wegen euch schon später ist), könnte Käufer eben zurücktreten oder Frist setzen, bis zu dem der Notartermin gemacht sein muß + Übergabe - müßte allerdings dann auch das Geld auf den Tisch legen.
Ihr umgekehrt habt halt schlechtere Karten, irgendwas zu fordern, weil das Ganze wegen euch (eure fehlenden Eintragung) schon verzögert wurde, normalerweise (wenn nicht anders vereinbart) könnt ihr natürlcih  verlangen daß Geld bei Übergabe bei Notartermin fließt - aber in dem Fall wird der Käufer wegen den ganzen Verzögerungen jederzeit problemlos und ohne jede Kosten für ihn einen Komplettrückzieher machen können.
« Letzte Änderung: 22. Oktober 2010, 23:47:39 von sapperlot »

Re: Hilfe! Hausverkauf in F - wann kommt das Geld? Wann Übergabe?
« Antwort #2 am: 23. Oktober 2010, 09:33:25 »
Hi,

Es ist absolut normal, dass der Besitzer in F ins Grundbuch eingetragen wird. Absoluter Quatsch, wenn jemand etwas anderes erzählt.
Für das Vorgehen hat Sapperlot ganz recht und es ist üblich, Geld gegen Schlüssel zu tauschen. Alles andere ist einigermassen riskant, denn ein Kauf kann in F leicht platzen, wenn der Bankkredit nicht klappt und wenn man dann seine Immobilie mit eingerissenen Zwischenwänden vorfindet, dürfte der Weiterverkauf schwierig werden.

Gruss, Dieter

 

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