Grenzgaenger Forum

Autor Thema: SFR - Zugangsbeschränkungen  (Gelesen 1929 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline khmer

  • Alter Hase
  • ****
  • Beiträge: 402
    • Profil anzeigen
SFR - Zugangsbeschränkungen
« am: 17. Oktober 2017, 22:02:07 »
Salut les copins,

ich werde ev. von Orange zu RED by SFR wechseln, vielleicht gibt’s im Forum (auch ehemalige) SFR Kunden, die zu meinen Fragen was sagen können. Auch viel extern und hier im Forum lesen – Beiträge zum Thema Web & Voip bis zurück nach 2009 – können mir bis jetzt keine Sicherheit geben.

Meine Fragen:

1. SFR stellt seinen Kunden die Zugangsdaten für Voip NICHT zur Verfügung. Die Authentifizierung übernimmt die Providerbox – und nur die. Zugangsdaten auslesen wird nicht möglich sein. Das macht die Nutzung der SFR-Telefonie mit einem eigenen Router unmöglich. Richtig?
(BTW: SFR unterstützt heute SIP, wie Orange schon lange, am Protokoll liegts nicht länger.)

2. SFR stellt die Zugangsdaten für Internet (user, pswd) im Klartext zur Verfügung – im Gegensatz zur 1.
Die Nutzung eines eigenen Routers NUR für Internetzugang ist so möglich. Richtig?

3. Das Konfigurationsmenu der SFR Box (wahrscheinlich NB6) ermöglicht NICHT die Konfiguration eines weiteren Voip-Providers. Richtig?

4.  Das Konfigurationsmenu der SFR Box ermöglicht NICHT deren Betrieb im bridge-modus. Richtig?

Danke für Eure Antworten!
A+

Offline dudule

  • Junior Mitglied
  • **
  • Beiträge: 65
    • Profil anzeigen
Re: SFR - Zugangsbeschränkungen
« Antwort #1 am: 21. Oktober 2017, 22:41:16 »
zu 1)
SFR stellt seine VOIP Zugangsdaten nicht zur Verfügung. Kommt aber noch dicker: SFR benutzt für VOIP ein zu SIP unterschiedliches Protokoll (wie auch Orange). Also selbst wenn Du die VOIP Zugangsdaten hättest, eine Fritzbox könnte mit diesen Daten nix anfangen, da Fritz "nur" das standardisierte SIP Protokoll benrrscht.

Es geht aber definitv VOIP mit Free (läuft bei mir) auf einer Fritzbox - es werden dann aber Gespräche ins Mobilfunknetz kostenpflichtig. Zu Bouyges kann ich Dir nix sagen.

zu 2)
Ich denke (bin mir aber nicht ganz sicher!), dass dies funktioniert. Wenn SFR z.B. Infos zur verfügung stellt um alternativ die SFR-Box durch ein Modem zu ersetzen .... dann geht geht dies ziemlich sicher.

zu 3) stimmt (und absolut vergleichbar zu Orange oder Free...bei Verwendung dieser Boxen sind nur die Provider VOIPs
angesagt. Es sei denn Du benutzt für Free z.B. eine Fritzbox (siehe1)

zu 4)
auch richtig - SFR hat all of sudden den Bridge Modus gecancelt und hat dabei bei einigen Kunden für heftig Ärger gesorgt.

Alles klar ?

Offline khmer

  • Alter Hase
  • ****
  • Beiträge: 402
    • Profil anzeigen
Re: SFR - Zugangsbeschränkungen
« Antwort #2 am: 22. Oktober 2017, 18:17:48 »
Soweit alles klar... und danke für Deine Rückmeldung!

Eins noch zu 1.: Hier in diesem Forum hält sich das Gerücht MCGP sehr hartnäckig. Ich weiß nicht, ob ein Provider 2 Protokolle in seinem Netz fahren kann, so daß er nach und nach umstellt. So könnte beides zutreffen: Ich hab gerade kürzlich bei RED by SFR und bei Orange schon vor langer Zeit SIP gelesen und über neue Features, die dadurch möglich wurden und seit 2014 angeboten werden.

Das macht aber wohl VOIP bei Kombination beider Router nicht einfacher.
http://www.grenzgaenger-forum.de/forum/technik/fritzbox-hinter-'nb6-box-haut-debit'-von-sfr/15/

Ich bin seit 1981 Telefonkunde bei FT/orange und seit einigen Jahren auch ADSL-Kunde mit meiner eigenen FB. Einem Zeitpunkt, an dem ich das Angebot "découverte" - ohne Mindestlaufzeit, ohne Kündigungsgebühren - zu damals nur 19,90 entdeckt hatte.
Damals war daran nichts falsch, mein bisheriger FAI Nordnet aus Lille tat sich bei Störungen sehr schwer und bot max 2M débit an, orange 4M, aktuell sind 6,6M drin.

ABER: Im Juli kam eine nicht angekündigte, 20%ige Preiserhöhung, im September 10 Tage und im Oktober 8 Tage ohne Internet. Die Störungen haben es bis in die Presse geschafft und daher weiß ich, daß 150 Anschlüsse betroffen waren, alle öffentlichen Einrichtungen (Mairie usw) der Umgebung inclusive. Deren Druck auf orange hat nichts bewirkt. Offenbar wird im NRA jede Woche umgebaut und Murks gemacht. Tageweise Ausfälle gibts schon lange und häufig.

Mein Gefühl beim ersten Anbieter gut aufgehoben zu sein ist völlig dahin. Schlimmer können doch auch SFR und die andern nicht sein? Ach bei orange war ich nicht in der Lage eine Störungsmeldung (ich glaubte allein betroffen zu sein) abzusetzen. Eine TelefonNr wird schon gar nicht mehr veröffentlicht und die früher gültige 3900 war dauer-besetzt. Per online-chat aus meinem Kundenkonto (aus dem Büro) ebenso Fehlanzeige. Null SAV gibts auch bei der Nummer Eins.

Weil eigentlich noch dieses Jahr Glasfaser kommen sollte hab ich ariase.fr bemüht und das Angebot von RED by SFR geht mir seither nicht aus dem Kopf: Ob fibre oder adsl, egal, 15 oder 20€ ohne/mit Mobiltel, über ariase nur 10€! Ohne Mindestlaufzeit und "lebenslang?", Router NB6 incl. Heute zahl ich bei orange 42€ ohne die variablen Tel.kosten. Da sind 49€ Einrichtung und 49€ Kündigung bei RED schnell eingespart.

Jeden Monat kündigen zu können ist das wichtigste Kriterium nach Service - den ich eh nicht abschätzen kann, ich gehe jetzt immer von Null aus. Aber man kann halt nur das Gesamtpaket aus Konditionen und Preis kaufen. Bei gleichem Service Null entscheidet dann halt doch der Preis.

Mit meiner Abneigung gegen Providerboxen bin ich ja nicht allein, es fiele mir aber leichter diese zu akzeptieren, wenn ich die Motivation verstehen könnte, dann würde ich es nicht als grundlose Schikane empfinden. Telefon und Rechner an der Provider box sind frei wählbar, warum sind Login-Daten für adsl und voip so geheim, welcher Schaden hätte der Anbieter andernfalls? Orange erleidet durch mich und FB seit Jahren offenbar gar keinen. Erinnert mich an Zeiten, die schon 20-25 Jahre vergangen sind: Als nur Tel.apparate der FT zulässig waren..... Genau diese Frage habe ich in einigen frz Foren gepostet. Sie wird einfach übergangen, auch von anderen Foristen. Gehört offenbar zu den Dingen, die man in F einfach nicht fragt.... Das hat aber nach bald 40 Jahren immer noch nicht auf mich abgefärbt.

Offline dudule

  • Junior Mitglied
  • **
  • Beiträge: 65
    • Profil anzeigen
Re: SFR - Zugangsbeschränkungen
« Antwort #3 am: 22. Oktober 2017, 18:44:09 »
Lie mal hier

https://www.ip-phone-forum.de/threads/fritzbox-in-frankreich-provider-sfr.286381/page-3#post-2171386

und dann den Beitrag #46

Vielleicht solltest Du mal schnorcheln gehen, ob Free nicht eine Alternative darstellen kann (Geschwindigkeit etc):
Dann hättest Du zumindest die Möglichkeit eine Fritzbox einzusetzen - gegebenenfalls mit einem externen Modem.
Die Fritte handelt dann VOIP von Free UND von Sipgate...und die Freebox kommt in den Keller (wo sie auch hingehört - zusammen mit der Livebox GmbH & Co. KG)

Wenn Dich dies interessiert - schick mir 'ne PM.

gerd

Offline snapx

  • Gerade reingestolpert
  • *
  • Beiträge: 1
    • Profil anzeigen
Re: SFR - Zugangsbeschränkungen
« Antwort #4 am: 03. Februar 2019, 01:53:02 »
Gute Nachrichten  :winkerwinker:
So funktioniert eure Fritzbox auch hinter dem SFR NB6 DSL Modem mit sipgatebasic. Auch "kaskadierten Betrieb" genannt.

Das muss gemacht werden:
1.) Nicht den SIP-Standard-Port verwenden. Der wird vom SFR Modem blockiert.
2.) NAT-Tabellen anpassen im SFR Modem.

Ich habe zwei Screenshot beigefügt, der erste mit den Einstellungen im SFR-Modem, der zweite mit den Einstellungen in der Fritzbox.

Wieso klappt das?
- sipgate kann VoIP auch auf alternativen Ports laufen lassen, und nicht nur auf den 5060-Port.

Hinweise:
- Diese Lösung klappt für jedes Modem, das eine NAT-Weiterleitung unterstützt.
- Evtl. müsst ihr nach dem Eintragen der Weiterleitungen im Router diesen neu starten, damit es funktz. Bei mir war es so.

Gruß
Lorenz

Offline VolkerFR

  • Gerade reingestolpert
  • *
  • Beiträge: 4
    • Profil anzeigen
Re: SFR - Zugangsbeschränkungen
« Antwort #5 am: 22. April 2019, 13:19:58 »
Hallo,
also ich bin von SFR zu free gewechselt. Hierzu gleich mehr. Ich habe bei Free die freebox in den bridge-modus geschaltet und sie hängt jetzt quasi nur als Modem dran. Dahinter hab ich jetzt ne Fritzbox 7590 - ich habe mir keine International mehr gekauft weil ich in den Foren gelesen habe dass es sehr schwierig ist die korrketen Daten vom Provider zu bekommen um überhaupt eine Chance zu haben dass die Box die Verbindung selber aufbaut.

Ich benutze Sipgate zum telefonieren und hab dort ne Flat, was eigentlich quatsch ist da man bei free ja ilimite hat in viele Länder. Aber meine Erfahrung ist, dass wenn ich über die Fritzbox telefoniere und diese sich der Telefonleitung von free bedient, ist die Tonqualität sehr schlecht. Ich höre zwar alles normal aber der Gesprächspartner berichtet dass es sehr leise ist. Ich habe schon viele Einstellungen probiert und auch bei AVM nachgefragt aber es ist sehr müßig und ich kam zu keinem besseren Ergebnis.

Derzeit funktionier bei mir alles super gut. Hier noch warum ich von SFR gewechselt bin: ich wohne in Behren Village - leider ist hier die Verbindungsqualität gedämpft da der nächste Knotenpunkt in Forbach ist und es ca. 6 km sind. Somit bietet jeder Anbieter maximal 2048 mbis an - Orange sogar nur 1024 - Bei SFR lief alles gut - dann hatte ich plötzlich festgestellt dass selbst die Telefonie nicht mehr wirklich funktionierte - mehr schlecht als recht und überprüfte die Datenraten - die drosselten mich auf 500 mbit - dann habe ich vielfach angerufen und siehe da - direkt nach meinem Anruf waren die Raten wieder höher - aber das Spiel hörte nie auf... dann hatte ich mir zu sfr free genommen um zu sehen ob meine VOIP funzt - und als alles gefunzt hat hab ich dann endgültig komplett gewechselt. Derzeit läuft alles und die Fritzbox tut ihre Dienste ausser dass sie eben die DSL-Verbindung nicht aufbaut.  Ich hoffe es bleibt noch weiterhin so