zurück nach Deutschland :-(

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zurück nach Deutschland :-(
« am: 23. November 2011, 09:28:02 »
Hallo zusammen,

nachdem ich nun hochzufrieden 1 1/2 Jahre in Frankreich gewohnt habe werde ich zum 1.1. einen Job in München anfangen, aber noch ca. 3-6 Monate die Wohnung ich Frankreich behalten und  in München einer Art WG Wohnen.

Damit ist mein Grenzgängerstatus natürlich futsch :-(
Nun stellen sich ein paar Fragen, eventuell kann mir da jemand einen Tipp geben:

  • Kann ich auch bei Französischem 1. Wohnsitz den Deutschen 2. auf der DEUTSCHEN Steuererklärung als Werbungskosten und wg. doppelter Haushaltsführung angeben?
  • Muss ich mich beim Französischen Finanzamt "abmelden" und wenn ja wie?

Gruß Christian :)

banjo

Re: zurück nach Deutschland :-(
« Antwort #1 am: 23. November 2011, 09:38:46 »
Es gibt keinen alleinigen 2. Wohnsitz in D. Insofern musst Du den 1. WS nach D verlegen.
In F musst Du dich nicht anmelden, d.h. es gibt keinen 2. Ws in F.
Fahrten zum "Lebensmittelpunkt nach F" sind IMHO in D absetzbar.

Re: zurück nach Deutschland :-(
« Antwort #2 am: 24. November 2011, 00:30:12 »
hm schade hab ich mir aber fast gedacht :(
also melde ich mich ganz normal in münchen an? mit meiner letzten abmeldung aus Deutschland?

danach bezahl ich ja ab januar 2012 meine steuern wieder in D meine bestehende freistellung ist ja dann hinfällig, aber wie bekommt das französische Finanzamt mit, dass sie nicht mehr zuständig sind?

banjo

Re: zurück nach Deutschland :-(
« Antwort #3 am: 24. November 2011, 06:26:15 »
nun, ich habs so rum noch nie gemacht, aber falls Du Dich in F jemals angemeldet hattest würde ich mich abmelden und dies zusammen mit ner Kopie der dt. Anmeldung und ner kurzen Erläuterung ans Finanzamt in F senden.



Re: zurück nach Deutschland :-(
« Antwort #4 am: 24. November 2011, 06:37:47 »
irgendwie scheint es nicht ganz klar zu sein wie das mit dem Anmelden und Abmelden in Frankreich ist.

Deswegen hier mal klar verständlich
In Frankreich gibt es keine Meldepflicht wie in Deutschland. Das heißt, man muss sich bei keiner Marie anmelden, kann das aber tun.

Was anderes gilt für das franz. Finanzamt.
Damit man in den Genuss der deutschen Steuerbefreiung weil Frankreich als Steuerland zuständig ist, musste man sich beim franz. Finanzamt anmelden.
Man bekam dann vom franz. Finanzamt ein Dokument, das dem zuständigen deutschen Finanzamt vorgelegt wurde.
Das deutsche Finanzamt wusste dann, diese Person ist Grenzgänger und muss entsprechend steuerlich behandelt werden.

Da also eine An- und Abmeldung "nur" für das jeweilige Finanzamt in Frankreich und Deutschland nötig war, gilt das weiterhin.
Melde dich beim franz. Finanzamt zum Jahreswechsel ab und in Germany beim Einwohnermeldeamt und zuständigen Finanzamt an.

Fertig ist die Laube.
LG Toyo
Ich verabscheue ihre Meinung, doch ich werde mein Leben lang dafür kämpfen, daß sie sie äußern dürfen! (Voltaire)

Re: zurück nach Deutschland :-(
« Antwort #5 am: 24. November 2011, 19:11:59 »
in deinem fall wäre es zu überlegen, ob du dich nicht erst später in deutschland anmeldest, da du ja 40 tage ausserhalb schlafen kannst. somit könntest du noch einen monat steuerersparniss mitnehmen, denn du musst bedenken, dass du im september nächsten jahres deine steuern von 2011 in frankreich zahlen musst, und das ist nicht so toll, da man unterm strich viel weniger verdient und höhere kosten hat als in frankreich.

Re: zurück nach Deutschland :-(
« Antwort #6 am: 24. November 2011, 19:13:01 »
sorry es sind 45 tage. also 2 monate.

Re: zurück nach Deutschland :-(
« Antwort #7 am: 24. November 2011, 22:03:53 »

sorry es sind 45 tage. also 2 monate.


Ja, 45 Tage stimmt.

ABER:
 - das gilt nur für Grenzgänger. (Doch mit Aufgabe des Arbeitsortes innerhalb der Grenzzone und Verlagerung nach München ist da ab 01.01.12 Schluss) … und
 - 45 Tage sind die Höchstgrenze für ein komplettes Jahr. Eigentlich heißt es 20% der Arbeitstage. Das wären dann so pro Monat nur 4-5 erlaubte Tage.

Wäre schön, wenn der erwähnte Tipp ziehen würde. Aber, leider leider nicht.
Dennoch sehe ich mit Freude, wenn sich jemand Gedanken macht, wie man dem deutschen Fiskus, der bei der Lohnsteuer extrem gefräßig ist, Paroli bieten könnte.

Grüße

Re: zurück nach Deutschland :-(
« Antwort #8 am: 25. November 2011, 00:35:34 »
ok...dachte das würde gehen. er muss ja in ein anderes bundesland ziehen. und so ein umzug geht ja auch nicht von heut auf morgen. viele zahlen dann entweder doppelt miete oder gehen so lang in ein hotel, bis sie das richtige gefunden haben und sich sicher sind mit der arbeit. wäre das kein argument??

 

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