Wohnen in Frankreich und arbeiten in Deutschland

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Wohnen in Frankreich und arbeiten in Deutschland
« am: 09. Juni 2011, 17:30:14 »
 :winkerwinker:hallo leute!
ich hab ein problem!ich will nach Frankreich ziehen aber weiter in Deutschland arbeiten.nun bin ich etwas verwirrt weil ich mehrere aussagen von bekannten zu dem thema Steuern bekommen habe!wie ist das nun mit Lohnsteuer,krankenvericherung,rentensteuer usw?stimmt es das man nur einmal im jahr ein monatgehalt bezahlt?oder muß man doch ganz normal monatlich die steuern usw zahlen??wäre echt nett wenn ihr mir da weiterhelfen könntet! :rolleyes: =D
DANKE schon mal im vorraus!!! :doppeld:

Re: Wohnen in Frankreich und arbeiten in Deutschland
« Antwort #1 am: 09. Juni 2011, 18:48:25 »
Ich gehe jetzt mal davon aus, das du grenznah in Frankreich wohnen willst und auch im Grenzgebiet in Deutschland arbeitest. Dann hättest du nämlich den Status Grenzgänger.

Die Sozialversicherungsbeiträge zahlst du dann weiterhin in Deutschland. Die Steuern werden hingegen in Frankreich fällig. Ob das mit dem eine Monatsgehalt wirklich stimmt, kann ich dir nicht sagen. Was ich dir aber sagen kann ist, das du auf jeden Fall weniger Steuern in Frankreich als in Deutschland bezahlen mußt. Die Steuern werden immer rückwirkend für das Jahr zuvor fällig, das heißt das erste Steuerjahr in Frankreich wirst du auf einmal zahlen müßen. Dann hast du einen Anhaltspunkt was im Folgejahr fällig wird und kannst dann einen Antrag auf monatlich Vorauszahlungen stellen.

Re: Wohnen in Frankreich und arbeiten in Deutschland
« Antwort #2 am: 09. Juni 2011, 19:19:07 »
Die Steuern werden hingegen in Frankreich fällig. Ob das mit dem eine Monatsgehalt wirklich stimmt, kann ich dir nicht sagen. Was ich dir aber sagen kann ist, das du auf jeden Fall weniger Steuern in Frankreich als in Deutschland bezahlen mußt.

Ich werf mal ein:
Man rechnet mit einem Monatsgehalt.
Bei bis zu 26.000€ sinds 14 % darüber 30% ab wann dann mehr kommt, hab ich nun auch nicht im Kopf. ;)
Es kommen natürlich sämtliche Punkte hinzu, sodass die Summe am Ende geringfügig kleiner wird.
Kinder, Ehe, Kilometer pro Jahr, Abwesenheit, Essen, Unterhaltspflicht, Ehefrau ohne einkommen etc pp.
Bei mir kommt so viel zusammen und ein so geringes Gehalt (Leiharbeit gewesen) sodass ich nur ~ 3% bezahlen werde..  :pfeif:

Also es vaariert immer ganz extrem

Offline Matthias#28

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Re: Wohnen in Frankreich und arbeiten in Deutschland
« Antwort #3 am: 10. Juni 2011, 08:59:47 »
Ganz grob kannst du das so ermitteln:
Rufe folgende Webseite des Finanzamtes auf: http://www3.finances.gouv.fr/calcul_impot/2011/simplifie/index.htm

Fuelle folgende Rubriken aus: Vous êtes/ Vous vivez en/Vos années de naissance

In der Rubrik: TRAITEMENTS, SALAIRES fuellst du fuer dich das Feld 1AJ und das fuer deine Frau 1BJ aus.
Die Eingabe der Felder musst du allerdings berechnen: Brutto-Krankenkasse-Rentenversicherung-Pflegeversicherung=Steuer-Netto (Eingabewert)

Der Rest alles leer und am Bildschirmende "valider" clicken.

Damit bekommst du einen ungefaehren Ueberblick.

Nicht beruecksichtigt sind dabei Kinder, erhoehte Fahrt und Werbungskosten, Einnahmen aus Vermietung/-pachtung, Zinseinnahmen, Spenden usw.
Dadurch kann es dann etwas mehr oder weniger werden.

Aber ich sage dir aus eigener Erfahrung: Es ist deutlich weniger als in Deutschland  =D
gruss Matthias

Re: Wohnen in Frankreich und arbeiten in Deutschland
« Antwort #4 am: 10. Juni 2011, 19:37:35 »

Aber ich sage dir aus eigener Erfahrung: Es ist deutlich weniger als in Deutschland  =D

Jup,  bei uns zahlt der Deutsche im Durchschnitt das dreifache..

Und was bringt denen das?! Der Schuldenstand beider Länder ist relativ gleich. Und das obwohl Frankreich sehr sehr viel finanziert :D bzw glückliche Menschen schafft :D

Arbeiten um zu Leben = Frankreich
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Offline Matthias#28

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Re: Wohnen in Frankreich und arbeiten in Deutschland
« Antwort #5 am: 12. Juni 2011, 08:51:18 »
Und was bringt denen das?! Der Schuldenstand beider Länder ist relativ gleich. Und das obwohl Frankreich sehr sehr viel finanziert :D bzw glückliche Menschen schafft :D
...auf der einen Seite schon, auf der anderen Seite: Wo fuehrt das hin??
Hier: http://www.budget.gouv.fr/actus/suite/110106_loi-finances-2011.htm schreibt der Finanzminister: "...un déficit ramené à 6% du PIB ",
sieht es aber sehr gelassen (siehe auch die Artikel im Spiegel)
Manche gehen sogar davon aus, dass es sogar 7% oder 7,5% werden, und das seit Jahren, immer mehr Schulden.
In Deutschland gibt es sogar eine Webseite auf der die Schulden im Sekundetakt angezeigt werden: http://www.staatsverschuldung.de/schuldenuhr.htm
Ich gehe mal zu meiner Bank und frage die ob ich absofort auch nur noch Schulden machen kann. Mal sehen wie lange es dauert bis man mich rauswirft :rolleyes:
Irgendwie bezahlen wir das irgendwann doch, nur halt jetzt nicht.


gruss Matthias

 

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