Unglaublich- aber wahr !...leider...

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Unglaublich- aber wahr !...leider...
« am: 19. März 2009, 20:00:30 »
 :hilfe: Hallo alle zusammen!
Hier unsere unglaubliche, unendliche Geschichte zum Thema Grenzgängerbesteuerung und Grenzgaengerbescheinigung:
Im Oktober 2008 sind wir nach F gezogen. Mein Mann arbeitet -genau wie ich- immernoch in Deutschland. Folglich haben wir Anfang Oktober die Beschaffung der Grenzgängerbescheinigung in Angriff genommen und sind davon ausgegangen, dass sich da keine Probleme ergeben würden...aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt:-(
Beim französischen Finanzamt war die Beantragung dank eurer zahlreichen Postings kein Problem.. auch das Ausfüllen durch den Arbeitgeber meines Mannes war kein Problem. Nun warteten wir auf die Genehmigung des deutschen Finanzamtes... und warteten... und warteten..und warteten. Mitte Februar...nach zahlreichen Nachfragen beim Arbeitgeber meines Mannes und auch bei dessen Finanzamt war es nun endlich soweit. Mein Mann bekam seinen Lohnzettel (für Januar) und darauf stand: Lohnsteuer 0€...Juhuuu! wir dachten nun: Jetzt ist alles paletti und freuten uns, dass alles was lange währt dann doch endlich gut wurde. Aber es kam anders. Mitte diesen Monats kam der 2. Lohnzettel (Februar), der natürlich wie die weiter folgenden 0 € Lohnsteuer in Deutschland ausweisen sollte. Aber als mein Mann den Brief öffnete überkam ihn das kalte Entsetzen! Keine Steuerbefreiung! Die Lohnsteuer von Januar und von Februar wurden beide vom Februarlohn abgezogen!!!! Doppelte Belastung also auf dem Februarlohn.  Nur mal so nochmal bemerkt: wir wohnen seit Oktober hier und die Sache mit der Grenzgaengerbescheinigung läuft schon 6!!!! Monate.
Ein Telefonat mit der netten Dame vom Lohnbüro meines Mannes ergab, dass das Finanzamt aufgrund einer angeblich fehlenden Abmeldebescheinigung die bereits erteilte Befreiung von der deutschen Lohnsteuer widerrufen hatte!!!!!!!!!! Das ist doch wirklich unglaublich! Wie konnten die lieben Leute vom deutschen Finanzamt eine Befreiung für Januar erteilen, wenn schon da die Unterlagen nicht komplett gewesen sein sollen?
Ich habe dann direkt im Anschluss an das Gespräch mit dem Lohnbüro unsere Abmeldebescheinigung in die Firma meines Mannes gebracht. Die nette Dame dort hat die auch direkt weitergeschickt und am nächsten Tag mich davon in Kenntnis gesetzt, dass die Sachbearbeiterin beim Finanzamt die Sache schnellstmöglich bearbeiten würde. Das war am Montag! Jetzt ist schon fast Freitag und das Finanzamt hat die Unterlagen noch nicht wieder zurückgesendet. Ich verstehe nicht wo das Problem liegt.. es fehlte ja angeblich nur die Abmeldebescheinigung!!!!!!! Ich frage mich dann wie ich ohne die Abmeldung aus Deutschland den französischen Stempel hätte bekommen sollen....Ich bin wirklich mittlerweile etwas verzweifelt und glaube fast nicht mehr daran irgendwann auf dem Lohnzettel meines Mannes Lohnsteuer 0€ zu lesen.
 :anixwissen:
Hat jemand von Euch ne Idee, was ich da machen könnte? Wir fühlen uns ehrlich gesagt etwas schikaniert!

Wir sind dankbar für JEDE Hilfe!

_Markus_

Re: Unglaublich- aber wahr !...leider...
« Antwort #1 am: 19. März 2009, 20:27:25 »
:hilfe: Hallo alle zusammen!
Hier unsere unglaubliche, unendliche Geschichte zum Thema Grenzgängerbesteuerung und Grenzgaengerbescheinigung:
Im Oktober 2008 sind wir nach F gezogen. Mein Mann arbeitet -genau wie ich- immernoch in Deutschland. Folglich haben wir Anfang Oktober die Beschaffung der Grenzgängerbescheinigung in Angriff genommen und sind davon ausgegangen, dass sich da keine Probleme ergeben würden...aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt:-(
Beim französischen Finanzamt war die Beantragung dank eurer zahlreichen Postings kein Problem.. auch das Ausfüllen durch den Arbeitgeber meines Mannes war kein Problem. Nun warteten wir auf die Genehmigung des deutschen Finanzamtes... und warteten... und warteten..und warteten. Mitte Februar...nach zahlreichen Nachfragen beim Arbeitgeber meines Mannes und auch bei dessen Finanzamt war es nun endlich soweit. Mein Mann bekam seinen Lohnzettel (für Januar) und darauf stand: Lohnsteuer 0€...Juhuuu! wir dachten nun: Jetzt ist alles paletti und freuten uns, dass alles was lange währt dann doch endlich gut wurde. Aber es kam anders. Mitte diesen Monats kam der 2. Lohnzettel (Februar), der natürlich wie die weiter folgenden 0 € Lohnsteuer in Deutschland ausweisen sollte. Aber als mein Mann den Brief öffnete überkam ihn das kalte Entsetzen! Keine Steuerbefreiung! Die Lohnsteuer von Januar und von Februar wurden beide vom Februarlohn abgezogen!!!! Doppelte Belastung also auf dem Februarlohn.  Nur mal so nochmal bemerkt: wir wohnen seit Oktober hier und die Sache mit der Grenzgaengerbescheinigung läuft schon 6!!!! Monate.
Ein Telefonat mit der netten Dame vom Lohnbüro meines Mannes ergab, dass das Finanzamt aufgrund einer angeblich fehlenden Abmeldebescheinigung die bereits erteilte Befreiung von der deutschen Lohnsteuer widerrufen hatte!!!!!!!!!! Das ist doch wirklich unglaublich! Wie konnten die lieben Leute vom deutschen Finanzamt eine Befreiung für Januar erteilen, wenn schon da die Unterlagen nicht komplett gewesen sein sollen?
Ich habe dann direkt im Anschluss an das Gespräch mit dem Lohnbüro unsere Abmeldebescheinigung in die Firma meines Mannes gebracht. Die nette Dame dort hat die auch direkt weitergeschickt und am nächsten Tag mich davon in Kenntnis gesetzt, dass die Sachbearbeiterin beim Finanzamt die Sache schnellstmöglich bearbeiten würde. Das war am Montag! Jetzt ist schon fast Freitag und das Finanzamt hat die Unterlagen noch nicht wieder zurückgesendet. Ich verstehe nicht wo das Problem liegt.. es fehlte ja angeblich nur die Abmeldebescheinigung!!!!!!! Ich frage mich dann wie ich ohne die Abmeldung aus Deutschland den französischen Stempel hätte bekommen sollen....Ich bin wirklich mittlerweile etwas verzweifelt und glaube fast nicht mehr daran irgendwann auf dem Lohnzettel meines Mannes Lohnsteuer 0€ zu lesen.
 :anixwissen:
Hat jemand von Euch ne Idee, was ich da machen könnte? Wir fühlen uns ehrlich gesagt etwas schikaniert!

Wir sind dankbar für JEDE Hilfe!

Hallo interfix,

kann es verstehen, dass ihr nicht mehr an das Gute glauben wollt, aber alles wird Gut!

Wenn es wieder nicht erfolgreich ist, würde ich an eurer Stelle mal selbst auf das zuständige Finanzamt gehen und persönlich mit dem Sachbearbeiter Kontakt aufnehmen, hat schon Wunder gewirkt.

Bei den Finanzspritzen, die deutsche Regierung momentan gibt, da ist man auf jeden müden Euro angewiesen. d066.gif

Offline Zaren

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Re: Unglaublich- aber wahr !...leider...
« Antwort #2 am: 03. April 2009, 12:42:44 »
Hallo Zusammen,

ich kann mich nur erinnern, das das Fianzamt in D recht lange gebraucht hat, allerdings haben wir die Steuer Rückwirkend Zurückbekommen. Das Problem ist das, das Finanzamt in F nun davon ausgeht das ihr ab Januar schon keine Steuern mehr gezahlt habt und daher werdet ihr wohl, wenn die Firma das Rückwirkend nicht zahlt doppelt zahlen müssen.

Gruss Zaren

Re: Unglaublich- aber wahr !...leider...
« Antwort #3 am: 05. Mai 2009, 07:55:58 »
Hallo.....

Manomann... Puh wenn man dies geksen hat kann man ja Froh sein das es Bei einem Selber recht Gut geklappt hat...
Also soweit ich mich zurückerrinere lief das Mim Finazamt bei uns gut Über die Bühne...
Lediglich der Arbeitgeber meiner Frau war etwas langsam. Das Lag aber eher daran das das Formular erstmal durch Halb deutschland reissen musste :-)

Aber Vieleicht sind ja die Beamten der Saarländichen oder Pfälzer Finazämter bissele langsamer als die Badener ;-)

Hop. Aber ich schliese mich mal den Anderen An... Alles wird gut :-)

Grüssle ausm Bitcherland

Michael

Re: Unglaublich- aber wahr !...leider...
« Antwort #4 am: 07. Mai 2009, 23:04:59 »
Ja das kann schon ganz schön anstrengend sein. Ich bin zum 01. März nach Frankreich gezogen und arbeite ebenfalls in DE. Zu allererst möcht ich mal sagen das ihr ja prinzipiell kein Verlust gemacht hab bis jetzt gegenüber eurem Gehalt als ihr noch in DE gewohnt habt. Ihr bekommt halt den Betrag der euch in DE als Lohnsteuer abgezogen wurde ausbezahlt somit kann man erstmal nicht unbedingt von einem finanziellen Verlust ausgehen, da das Geld sobald das engültig durch ist auch erstattet werden muß. Bei mir hat das auch Prima mit dem FA Frankreich geklappt, bloß mein Arbeitgeber hat den Bescheid nicht zum zuständigen FA DE geschickt, irgendwie ist mein Bescheid in die Personalakte gelangt. Naja sowas passiert halt. Mittlerweile musste ich natürlich die vergangenen 2 Monate in DE meine Steuern abführen. Mittlerweile hat das FA meinen Beleg abgestempelt und der Bescheid ist in meiner Personalakte, werde mir demnächst eine Kopie davon ziehen. Jedoch haben sie mich von Januar 2009 schon befreit, d.h. ich bekomme jetzt auf meiner nächsten Gehaltsabrechnung alle gezahlen Einkommenssteuerbeträgw für 2009 erstatte, wird ein schönes Sümmchen. Da man aber nie wissen kann ob man nicht doch irgendwann die Steuern für die ersten 3 Monate zurückzahlen muß, werde ich mir den Betrag auf ein Tagesgeldkonto packen und damit auch noch ein paar Zinsen verdienen  ;)

Was mich noch interessiert ist warum sich da ein Abreitgeber quer stellt? Er hat da doch rein gar nichts zu befürchten, zumal ein Arbeitgeber in Grenregionen häufiger mit solchen DIngen konfrontiert sein müsste und somit kann man erwarten das er sich gut Beraten lässt.

Drücke euch trotzdem die Daumen das die Sache endlich geklärt wird, denn diese bürokratischen Probleme unseres Heimatlandes können einem schon ganz schön die Nerven rauben.

Viel Glück!

ThorstenH

Re: Unglaublich- aber wahr !...leider...
« Antwort #5 am: 08. Mai 2009, 09:17:57 »
Aber Vieleicht sind ja die Beamten der Saarländichen oder Pfälzer Finazämter bissele langsamer als die Badener ;-)
Kann ich nicht bestätigen. Bei mir ging das letztes Jahr alles innerhalb kürzester Zeit, sprich wenige Tage, und alles war erledigt: Ab aufs Saarbrücker Finanzamt, das Formular 5011 besorgt, Stempel vom Brötchengeber direkt bekommen, den Kram in Forbach auf dem dortigen Amt abgeben, und das war's auch schon gewesen. Alles sehr entspannt und stressfrei, nur halt mit etwas Fahrerei verbunden ;-)

Offline Ralph

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Re: Unglaublich- aber wahr !...leider...
« Antwort #6 am: 08. Mai 2009, 13:02:35 »


Was mich noch interessiert ist warum sich da ein Abreitgeber quer stellt? Er hat da doch rein gar nichts zu befürchten, zumal ein Arbeitgeber in Grenregionen häufiger mit solchen DIngen konfrontiert sein müsste und somit kann man erwarten das er sich gut Beraten lässt.



Hallo Chris,

er hat ne ganze Menge zu befürchten - wenn Dein Grenzgängerstatus nämlich gekippt wird (warum auch immer), dann haftet er für die Lohnsteuer......
Und das das öfters vorkommt sieht man beim googlen, da gibt es einige Prozessberichte......
Wenn Du ganz normal den ganzen Tag im Büro sitzt ist das relativ unwahrscheinlich . Aber es gibt auch genug Fahrer, Außendienstler usw. - da kann das ganz schnell passieren....

Gruß Ralph
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.  Curt Goetz

Offline moni

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Re: Unglaublich- aber wahr !...leider...
« Antwort #7 am: 09. Mai 2009, 00:50:48 »
Hi Ralph,

Kannst Du bitte mal nen Link auf so einen Prozess in Google schicken?

Merci!
Moni

Offline Ralph

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Re: Unglaublich- aber wahr !...leider...
« Antwort #8 am: 11. Mai 2009, 16:07:55 »
Hallo Moni,

sorry - bin diese Woche a bisserl im Stress......

Hier z.b. http://archiv.jura.uni-saarland.de/entschdb/fgsaarland/dboutput.php3?id=308

http://www.bundesfinanzhof.de/www/entscheidungen/2009.1.28/1R6507.html

http://www.bfh.simons-moll.de/bfh_1994/XX940696.HTM

Hatte vor ein paar Monaten noch ein paar interessante Verfahren gefunden.
Gib einfach mal "verlust Grenzgängereigenschaft" oder "Lohsteuernnachforderung" und ähnliches ein.
Mein Steuerberater ermahnt mich auch immer wieder alles überkorrekt zu machen da es sonst schnell teuer werden könnter (er hatte bereits mehrere Fälle).

Gruß Ralph
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.  Curt Goetz

 

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