Umzug nach Frankreich aus Steuergründen

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Umzug nach Frankreich aus Steuergründen
« am: 04. Februar 2008, 01:12:50 »
Hallo,

ich hoffe sehr ihr könnt mir helfen. ???


Ich bin seit einigen Tagen am überlegen ob sich ein Umzug nach Frankreich für mich lohnen würde.
Ich wohne derzeit in Saarbrücken, habe dort auch eine Arbeitsstelle, daher wäre es für mich auch nur ein Katzensprung über die Grenze.

Ich bin 21 Jahre alt, Single und habe noch keine Kinder, verdiene in meinem aktuellen Job 3600€ brutto + var. Boni.
Im Monat bekomme allerdings nur noch knapp über 2000€ raus + 200-400€ Boni.
Natürlich weiß ich, dass dies viel Geld ist, gerade für einen 21 jährigen, aber ich arbeite 6 Tage die Woche 10-12 Stunden und sehe es nicht mehr ein, dass ich ca 45% meines Gehaltes abgezogen bekomme, dafür dass ich jeden Tag "hart" arbeite.

Als mir die ges. Krankenkasse jetzt noch vor 3 Tagen mitteilte, das ich wegen 540€ zu wenig Einkommen letztes Jahr nicht in eine private. KV wechseln darf, platzte mir wirklich der Kragen.

Seit diesem Zeitpunkt tendiere ich sehr stark zu einem Umzug nach Frankreich, nahe der Grenze zu Saarbrücken.

Könnt ihr mir bitte sagen, ob sich der Umzug überhaupt für mich rentieren würde finanziell?
Mit welchen Nettoeinkünften könnte ich mit den oben genannten Angaben rechnen?

Ich wäre auch froh, wenn ihr mir eine offiz. Anlaufstelle für Fragen mitteilen könntet, denn ich muss sicherlich einiges an Papierkram in den deutschen sowie auch den franz. Ämtern ausfüllen und einreichen.

Weißt mich auch bitte auf eventuelle Komplikationen hin, die bei solch einem Grenzübergang auftreten können.

Ich danke euch schon mal vielmals.


Offline Zaren

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Re: Umzug nach Frankreich aus Steuergründen
« Antwort #1 am: 04. Februar 2008, 15:55:18 »
Hallo,

ein paar Fragen zu viel auf einmal, aber nun gut!


**Ich bin seit einigen Tagen am überlegen ob sich ein Umzug nach Frankreich für mich lohnen würde.**

Es lohnt sich für jeden, der sich bewußt ist das er sich mit der Zeit integrieren muss.

**Ich bin 21 Jahre alt, Single und habe noch keine Kinder, verdiene in meinem aktuellen Job 3600€ brutto + var. Boni.**

Was bist du denn, Anwalt? Kleiner Scherz! Sozialabgaben gehen nach Deutschland, Lohnsteuer zahlst zu in Frankreich. Sparen tust du auf jeden Fall!


**Als mir die ges. Krankenkasse...**

Krankenversichert bleibst du ebenfalls in Deutschland.


**Mit welchen Nettoeinkünften könnte ich mit den oben genannten Angaben rechnen?**

Das kann ich dir nicht ausrechnen, da du noch Kilometer für den Weg zu Arbeit geltend machen kannst (falls Atuo vorhanden). Beispiel: bei ca. 30.000 Euro Jahresbrutto sind das ca. 1500 Euro Steuern im Jahr.


**Ich wäre auch froh, wenn ihr mir eine offiz. Anlaufstelle für Fragen mitteilen könntet, denn ich muss sicherlich einiges an Papierkram in den deutschen sowie auch den franz. Ämtern ausfüllen und einreichen.**

Soweit ich weiss gibt es keine offiziellen Anlaufstellen, deswegen sind wir alle hier im Forum! Vieles musst du selber herausfinden und viel lauferei hast du am Anfang auch, aber ist alles akzeptabel.


**Weißt mich auch bitte auf eventuelle Komplikationen hin, die bei solch einem Grenzübergang auftreten können.**

In keinem Land gibt es nur positive Eigenschaften. Es ist immer dann schwierig, wenn man die Sprache, Kultur nicht kennt. Wobei ich bei Europa keine bedenken habe.
Die eizige Komplikation kann sich ergeben, wenn du mehr als 45 Tage auserhalb der Grenzzone arbeitest, diese ist das ganze Saarland und bei den anderen Bundesländern wie Bawü und Pfalz 30 Km von der Grenze.


Ich denke am Anfang ziehen viele wegen dem Geld nach Frankreich, was ich auch ok finde, nur man sollte sich mit der Zeit auch integrieren wollen und können!

Gruss Zaren


Re: Umzug nach Frankreich aus Steuergründen
« Antwort #2 am: 05. Februar 2008, 20:16:11 »
Hallo,

erstmal vielen Dank für die schnelle Beantwortung meiner Fragen.


Nein, Anwalt bin ich nicht, auch wenn es mal eine Überlegung in meiner Jugend war.
Ich bin in der Verlagsbranche tätig.

Ich denke nicht, dass ich länger als 45 Tage in einer unserer Zweigniederlassungen im In und Ausland sein werde, also hat sich das Problem schon mal erledigt.

Native-Speacker habe ich auch in meinem Freundeskreis, die mir auch gerne bei Behördengängen etc. behilflich sein werden.
Ich kann gerade so viel Franz. um mir im supermarché ein flites zu kaufen ^^. (zu meiner Peinlichkeit muss ich sagen; hatte mit größtem Desinteresse 5 Jahre lang Franz.)

Ich habe heut durch Zufall erfahren, dass eine Mitarbeiterin von mir auch vor einigen Jahren nach Frankreich gezogen ist und mir schon einiges zum Ablauf erzählt hat.

Französische Küche und vor allem einen schönen Roten zum le Bleu mag ich sehr; zählt das denn schon als integration? ;-)

Ich denke eine genaue Berechnung der Nettoeinkünfte brauche ich nicht!
500€ ist schon richtig viel, wenn es ein  bissl weniger oder sogar mehr sein sollte ist es auch okay.


Ich denke ich werde das Projekt "Auswandern nach Frankreich" in den nächsten 3 Monaten angehen.
Nur noch eine Frage habe ich.

Gibt es denn gar keine Möglichkeit mich in Frankreich zu KV, am besten privat, welche auch natürlich in Deutschland geltend gemacht werden kann.

Danke nochmals!





« Letzte Änderung: 05. Februar 2008, 20:24:04 von EinSamer »

mausespeck007

Re: Umzug nach Frankreich aus Steuergründen
« Antwort #3 am: 05. Februar 2008, 20:47:21 »
Hallo EinSamer

@EinSamer  Französische Küche und vor allem einen schönen Roten zum le Bleu mag ich sehr; zählt das denn schon als integration?

Der Anfang ist gut, wenn das verbale noch dazu kommt, PERFEKT! :-D

@EinSamer  Gibt es denn gar keine Möglichkeit mich in Frankreich zu KV, am besten privat, welche auch natürlich in Deutschland geltend gemacht werden kann.

NEIN, das ist in dem Grenzgängerabkommen zwischen D und F geregelt, dass du wenn das Anstellungsverhältnis sich in D befindet du in  D in Krankenkasse bezahlen musst. Geh mal googeln hier in Forum findest interessante Beiträge zum Thema Krankenversicherung



Re: Umzug nach Frankreich aus Steuergründen
« Antwort #4 am: 06. Februar 2008, 23:43:20 »
Naja, schade mit der KV, aber was solls, muss ich mich halt noch 2 Jahre mit der staatl. KK rumschlagen!
Danke Dir für die Hilfe!

 

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