400 Euro Job mal wieder

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400 Euro Job mal wieder
« am: 20. Oktober 2010, 15:53:09 »
Hallo,

hab bis jetzt immer noch keine eindeutige Antwort auf die Versteuerung des 400 Euro Jobs aus den Beiträgen hier im Forum. :-\

Meine Frau hat zusätzlich zu Ihrem normalen Job in D (mit Grenzgängerbescheinigung) noch einen 400 Euro Job in D! Die Firma des 400 Euro Jobs ist in München! Also außerhalb der 30 km Linie. Folglich muss ja der Job in Deutschland pauschal versteuert werden, was er ja auch wird!

Muss man die 400 Euro nun zum Einkommen in F angeben oder nicht?

LG

Michael

Re: 400 Euro Job mal wieder
« Antwort #1 am: 20. Oktober 2010, 22:40:53 »
Hallo borderbub,

doch es gibt klare Aussagen (vielleicht nicht auf den ersten Blick erkenntlich).
Du sprichst den 2. Job deiner Frau an. Der wird steuerlich genauso behandelt wie der 1. Job, ein  dritter oder vierter Job.
Und hier hörst du immer nur: Es ist generell piepegal, wo die Firma ihren Sitz hat.
Maßgebend ist, wo man arbeitet. Sind auch die anderen Bedingungen erfüllt, ist man Grenzgänger.

Wenn ja, versteuert deine Ehefrau auch ihr 2. Einkommen nur in F. Wenn nein, nur in D, doch dann ist dieses Einkommen in F anzugeben, wird zwar nicht versteuert, aber zur Progression berücksichtigt.


Grüße
« Letzte Änderung: 21. Oktober 2010, 16:44:55 von pifolog »

Re: 400 Euro Job mal wieder
« Antwort #2 am: 21. Oktober 2010, 08:19:49 »
Hallo Pifolog,

vielen Dank für die Info! Wir müssen die 4800 Euro im Jahr in F angeben die dann zur Progression berücksichtigt werden! Meine Frau arbeitet für den 400 Euro Job von zu hause aus! Fällt das dann unter Grenzgänger?

Was ich nicht ganz verstanden habe ist, dass der Fiskus in D sich evtl. noch was holen kann? Die 400 Euro sind doch steuerfrei!??? :-\

LG

Michael

Offline Eric

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Re: 400 Euro Job mal wieder
« Antwort #3 am: 21. Oktober 2010, 10:08:08 »
Hallo,

wenn deine Frau zu hause arbeitet (in Frankreich) ist sie aber in dem Fall kein Grenzgänger

Gruß

Eric

Re: 400 Euro Job mal wieder
« Antwort #4 am: 21. Oktober 2010, 10:33:30 »
Hallo Eric,

hab ich mir auch schon gedacht. d.h. Die 4800 Euro im Jahr komplett zu dem normalen Gehalt in Frankreich versteuern?! oder?

Was ich immer noch nicht ganz verstehe ist das mit den pauschal vom Arbeitgeber versteuerten 400 Euro Job. Man hat als Arbeitnehmer doch auf die Lohnsteuer von einem 400 Euro Job doch keinen Einfluss da diese ja vom Arbeitgeber bezahlt(abgeführt wird!

Lg

Michael

Re: 400 Euro Job mal wieder
« Antwort #5 am: 21. Oktober 2010, 16:55:28 »
Ich hätte mal eine andere Frage zu dem Thema ... was ist denn das für ein Job bei dem man von zu Hause aus 400 Euro nebenbei verdienen kann?

mfg
Dismember

Re: 400 Euro Job mal wieder
« Antwort #6 am: 21. Oktober 2010, 16:56:13 »
Hallo

mit den 'Nachforderungen' hatte ich eher andere Pauschalabzüge im Kopf, die euch gar nicht betreffen. Da habe ich wohl das Thema verfehlt und deshalb diese Ausführung gestrichen, um nicht Verwirrung zu stiften.
Nach deiner Schilderung fallen die Einkünfte aus dem 2. Job nicht unter die Grenzgängerregelung, müssen also in F versteuert werden. (wie auch Eric sagt)
Aber es gibt da ein anderes Problem. Deutscher Arbeitgeber und die Arbeitsstätte liegt in Frankreich. Wie hat die Firma das gelöst?
Such mal hier nach Beiträgen zum 'Home-Office', dieselbe Problematik. Da ist keine Lösung erkennbar, sondern eher der Rat: 'Finger weg'.

Grüße

Re: 400 Euro Job mal wieder
« Antwort #7 am: 22. Oktober 2010, 10:05:27 »
Hallo Pifolog,

ich habe mir mal die Beiträge über das Home-Office hier durchgelesen. Da ist immer die Rede von einem Hauptjob. Da verstehe ich das ja noch, denn der muss ja irgendwo versteuert werden!

Nur bei einem 400 Euro Job denke ich ist die Sachlage etwas anders! Aber wie?

LG

Michael

Re: 400 Euro Job mal wieder
« Antwort #8 am: 22. Oktober 2010, 12:25:10 »
Also Homeoffice ist immer ein Problem, weil der Arbeitgeber dann plötzlich eine Arbeitstätte im Ausland hat und die dortige Gesetze, Abgaben usw gelten und die wenigsten Arbeitgeber werden den Rattenschwanz an Zusatzaufwand mitmachen. Aber wer bekommt das mit, wenn man es nicht gerade drauf anlegt.

Aber gut, wenn man es mal durchexerziert: Rein rechtlich ist das einfach ein Job für 400€/Mo in Frankreich (Also gelten die dortigen Reglen und nicht die deutschen Regeln und damit "Minijob" usw.). Also Arbeit in F, Wohnen in F, Steuererklärung in F = also ziemlich klar welchen Regeln gelten.
Auf der anderen Seite: der Minijob für den Arbeitnehmer ist doch steuerfrei solange er nicht über die 400€ geht oder täusche ich mich da?  Ergo würde man eh keine Steuern in D, also wo die Nachteile gegenüber jedem anderen 400Euro Job in F? Wäre nicht mal ne Doppelbesteuerung... Hmmm

(Der Arbeitgeber zahlt, wenn ich mich recht erinnere (also kann mich auch täuschen aber so weit mir bekannt) pauschal 30% => 15% Rente 13% Krankenkasse und 2% Steuer also ziemlich genau max 8€ - Also gehts um die 8€? Aber die zahlt der Arbeitgeber und nicht der Arbeitnehmer - und der Arbeitnehmer kann nicht einfach erklären er will die Steuern erstattet haben, die ein anderer zahlt)  

Also so recht seh ich das Prob nicht außer das man in F nicht in diesen 400€ steuerfrei nebenbei Genuß kommt. Aber jedes Steuersystem hat halt seine Vorzüge und Nachteile.
« Letzte Änderung: 22. Oktober 2010, 12:29:32 von sapperlot »

Re: 400 Euro Job mal wieder
« Antwort #9 am: 22. Oktober 2010, 14:06:59 »
Hallo sapperlot,

genau so sehe ich das auch! Müssen nur irgendwie die 400 Euro monatliche Einkünfte auf dem D - Konto dem Finanzamt in F erklärt werden?!

LG

Re: 400 Euro Job mal wieder
« Antwort #10 am: 22. Oktober 2010, 21:53:00 »
Hallo borderbub,

die Sache mit diesem Nebenjob ist so oder so vertrackt.

Entweder
ist der Arbeitsplatz in Frankreich. Dann sind die Steuern auf diesen Lohn in F zu entrichten. Die vom Arbeitgeber pauschal abgeführten Steuern in D interessieren nicht. Dennoch bleibt die Frage, wie hat die Firma das gelöst zB mit den in F fälligen Sozialabgaben. (Ich vermute mal gar nicht, oder?) Nun kann man sagen, die Frage ist irrelevant, merkt eh keiner, da mache ich mir keinen Kopf.

Oder
man 'verlegt' den Arbeitsplatz nach Deutschland außerhalb der Grenzregion. (Vielleicht merkt's auch eh keiner). Dann gibt es auch keine Steuern in F, nur Berücksichtigung zur Progression bei der Versteuerung des Hauptjobs.

Also so oder so, getrickst werden muss immer. Und wer das will, muss sich nach Risiko oder Nutzen selbst entscheiden.
Aber dazu will ich im Forum keinen Ratschlag geben.

Grüße

PS: Natürlich kann man diesen Nebenjob auch ganz sausen lassen.

 

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