Führerschein in Deutschland

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Führerschein in Deutschland
« am: 30. Januar 2018, 02:01:00 »
Hallo,
Ich stecke ein bisschen in der Klemme und bekomme nirgends eine vernünftige Antwort...
Mein Fall: ich habe mein Leben lang in Frankreich gewohnt habe dort angefangen meinen Führerschein zu machen hatte jedoch große Probleme mit Sprachverständnis usw
Jetzt möchte ich ihn in Deutschland machen und das scheint wohl nicht so einfach zu sein.
Man muss anscheinend einen Wohnsitz in Deutschland haben um ihn dort machen zu können
Ich weiß nur nicht ob ein Zweitwohnsitz ausreicht denn mein Plan war es bei jemanden der in Deutschland wohnt meinem Zweitwohnsitz anzumelden danach ein halbes Jahr warten und dann damit mich in der Fahrschule anzumelden ...
Schön und gut aber so einfach ist es natürlich nicht ... viele sagen ein Zweitwohnsitz reicht da nicht aus
Und ist das überhaupt Betrug?
Ich brauche dringend eine Lösung! jemand da Erfahrungen gemacht hat würde mich eine Antwort freuen.
Vielen Dank im voraus

Re: Führerschein in Deutschland
« Antwort #1 am: 30. Januar 2018, 10:27:54 »
Hallo Abbey,

eine Bekannte von mir hatte das gleiche Problem.
Letzendlich hat sie sich bei ihrem Bruder in D angemeldet. Soweit ich weiß mit Hauptwohnsitz.
Dann den Führerschein gemacht (warum willst du ein halbes Jahr warten?) und sich danach wieder in F gemeldet.
Bei ihr war das recht unproblematisch, da sie noch Schülerin war, von daher spielte die Versteuerung keine Rolle, allerdings ist diese Ummelderei natürlich recht aufwendig.

In deinem Fall würde ich mal beim zuständigen deutschen Amt bzw. Fahrschule mal nachfragen ob ein Zweitwohnsitz ausreichend ist? Dann bist du allerdings für diese Zeit deinen Grenzgängerstatus los.

Viele Grüße
Schnäggschje

Re: Führerschein in Deutschland
« Antwort #2 am: 30. Januar 2018, 13:06:17 »
Hallo Schnaeggschje,

Also die Fahrschule meinte dass ich mind. ein halbes Jahr in Deutschland gewohnt haben soll bevor ich mich dort anmelden kann.
Ich weiss nicht ob das so einfach ist dem Ummelden denn 1. kann ich einfach auf dem Amt sagen ich wohne jetzt in Deutschland bei Herr X? und 2. Wenn kein Zweitwohnsitz dann wirds problematisch mit den Steuern oder ?
Ich find diese Regelung total Sinnlos, ich kann mit meinem Wohnsitz alle Abschlüsse in Deutschland machen aber komischerweise keinen Führerschein..
Ändert das eigentlich was wenn ich einen deutschen Ausweis habe, in Deutschland geboren und in Deutschland arbeite ?
Oder liegt es einfach nur an meinem Wohnsitz?

Danke fürs Antworten,
LG
Abbey

Re: Führerschein in Deutschland
« Antwort #3 am: 30. Januar 2018, 14:56:09 »
Hallo Abbey,

ich hab mal was gegoogelt. http://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__7.html
Scheint tatsächlich so zu sein, daß du mit Hauptwohnsitz in D gemeldet sein musst und das auch noch mindestens ein halbes Jahr.

Ummelden geht soweit ich weiß nur mit einer "Wohnungsgeberbestätigung". D.h. der "deutsche Vermieter" muss da auch noch mitspielen.

Mit den Steuern wird´s,  egal ob Erst- oder Zweitwohnsitz, insofern problematisch, daß du den Grenzgängerstatus auf jeden Fall verlieren wirst und somit in D steuerpflichtig bist.

Davon mal ab, daß das ganze "nicht so wirklich korrekt" ist, ist der Aufwand den du betreiben müsstet enorm hoch.

Viele Grüße
Schnäggschje




Re: Führerschein in Deutschland
« Antwort #4 am: 30. Januar 2018, 15:00:14 »
Hallo Abbey,

deine Hauptmotivation in Deutschland deinen Führerschein machen zu wollen liegt anscheinend wie du bereits erwähnt hast an deinen mangelnden Französischkenntnissen. Ich unterstelle mal grob, dass du bei der Erlernung der theoretischen Kenntnisse Probleme haben könntest, wenn diese auf frz. sind. Die Fahrschulen in Deutschland bieten inzwischen die Fahrbögen (Online-Software) auf sämtlichen Sprachen an, so dass man die Bögen in seiner Muttersprache lernen kann und auch die theoretische Prüfung in der Muttersprache absolvieren kann. Sollte dies in Frankreich ähnlich sein, dürfte der Rest doch machbar für dich sein. Nutze die Theoriestunden in Frankreich zur Integration und bessere gleichzeitig deinen Wortschatz auf. In den Fahrstunden selbst wird doch recht wenig geredet und sofern man sich die Mühe macht die "Kernvokabeln" auswendig zu lernen, sollte die Absolvierung des Praxisteils auch in Frankreich kein Problem darstellen. Du kannst auch wie erwähnt Alternativen vorziehen (Umzug etc.), jedoch stelle ich mir als neutrale Person die Frage ob es dann in Zukunft Sinn für dich macht in einem Land zu leben in dem die deutsche Sprache nicht die Amtssprache ist. Die Generation "ich sprech deitsch" stirbt leider langsam aus und bei mangelnder Motivation die Grundkenntnisse einer fremden Sprache erlernen zu wollen, wird es nicht das letzte Mal sein, dass du vor Schwierigkeiten gestellt wirst.

Ich hoffe mein Tipp mit der Online-Software kann dir weiterhelfen.

Offline Mathis

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Re: Führerschein in Deutschland
« Antwort #5 am: 30. Januar 2018, 16:35:19 »
Hallo,

klar, das wäre einfach, wenn man in jedem EU-Land als EU-Bürger einen Führerschein machen könnte, unabhängig vom Wohnsitz. Leider gab es einigen Missbrauch, wodurch diese Regeln (halbes Jahr usw.) entstanden sind.

Früher sind die bundesdeutschen Alkis einfach zu den Tschechen rüber gefahren, haben dort einen Wohnsitz im Hotel angemeldet, und hatten ein paar Tage später einen CZ-Führerschein, den sie entweder so benutzt haben, oder in einen anderen EU-Führerschein umschreiben ließen. Damit konnten man MPU und Fahrverbote umgehen. Diese Tür ist inzwischen so was von zu…

Daher ist es nicht möglich, die Fahrprüfung in einem anderen Land als dem Wohnsitzland abzulegen. Und ja, der Wohnsitz muss auch eine gewisse Zeit bestehen, bis man das darf.

Ich weiß ja nicht wo Du wohnst, aber es haben sich einige Fahrschulen im Grenzbereich auf mehr oder weniger nur deutschsprachige Fahrschüler eingestellt. Ganz ums Französisch kommst Du nicht rum, aber sie helfen wo sie können.

Gruß Mathis


Offline Ralph

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Re: Führerschein in Deutschland
« Antwort #6 am: 30. Januar 2018, 22:59:45 »
Die Fahrschulen in Deutschland bieten inzwischen die Fahrbögen (Online-Software) auf sämtlichen Sprachen an, so dass man die Bögen in seiner Muttersprache lernen kann und auch die theoretische Prüfung in der Muttersprache absolvieren kann. Sollte dies in Frankreich ähnlich sein, dürfte der Rest doch machbar für dich sein.

Dem ist leider in Frankreich nicht so.....

Re: Führerschein in Deutschland
« Antwort #7 am: 01. Februar 2018, 08:09:04 »
Hallo zusammen

@ Mathis, woher kommst Du denn und kannst Du mir mal ein paar Fahrschulen nennen?

@Abbey95: Schreib mir doch mal eine Mail an moland@web.de , ich hätte da eine Idee

Gruß Andreas

Offline Mathis

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Re: Führerschein in Deutschland
« Antwort #8 am: 01. Februar 2018, 11:24:39 »
Hi,

komme aus dem Bitscherland (Dép. Moselle), hier wirst Du das weniger finden, aber im Elsass schon. Die Fahrschule Auto École Laurent in Huningue bietet das z.B. an. Im Bas-Rhin gab es auch ein paar, die da helfen. Hab das von einem Kollegen, müsste nochmal fragen. War im Raum Hagenau, wenn ich mich recht erinnere…

Gruß Mathis

Re: Führerschein in Deutschland
« Antwort #9 am: 11. Februar 2018, 14:58:03 »
Führerschein auf deutsch wird auch in Sarreguemines angeboten.

http://www.auto-ecole.org/sarreguemines/easy-drive-RAO119670

http://www.lessentiel.lu/fr/news/grande_region/story/Ils-passent-leur-code-en-allemand-et-en-arabe-25785355

Wünsche viel Glück bei der Prüfung.
Und eine kleine persönliche Anmerkung.
Das Erlernen der Sprache des Landes in dem man lebt kann oft weiterhelfen.

« Letzte Änderung: 11. Februar 2018, 15:01:20 von Welferdinger »

Offline Matthias#28

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Re: Führerschein in Deutschland
« Antwort #10 am: 11. Februar 2018, 16:32:31 »
Die Generation "ich sprech deitsch" stirbt leider langsam aus
Wie kommst den darauf? Bei uns oben in der Ecke stelle ich genau das Gegenteil fest.
Sogar bei Kindern die damals als wir hergezogen sind, kein Deutsch oder nur schlechtes Elsaessisch gesprochen haben, sprechen inzwischen fast alle Deutsch. Auch habe ich das Gefuehl, das das ABI-BAC deutlich an Menge zugenommen hat, und allein schon deshalb mehr deutsch gesprochen wird.
gruss Matthias

Offline Mathis

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Re: Führerschein in Deutschland
« Antwort #11 am: 11. Februar 2018, 18:08:41 »
Hi,

Die Generation "ich sprech deitsch" stirbt leider langsam aus
Wie kommst den darauf? Bei uns oben in der Ecke stelle ich genau das Gegenteil fest.

Kommt wahrscheinlich sehr auf die Region an. Im ehemaligen Deutsch-Lothringen (oder: Moselle germanophone) sind die deutschen Dialekte und die Hochsprache schwer auf dem Rückzug. Hier fehlt auch etwas das Selbstbewusstsein, und man sieht sich primär als Franzosen. Die Elsässer sind, je nach Gegend, wesentlich stärker in der Region geschichtlich verwurzelt. Dazu gehört auch die deutsche Sprache oder der Dialekt.

Gruß Mathis

Offline Ralph

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Re: Führerschein in Deutschland
« Antwort #12 am: 11. Februar 2018, 18:17:06 »

Und eine kleine persönliche Anmerkung.
Das Erlernen der Sprache des Landes in dem man lebt kann oft weiterhelfen.

Da gebe ich Dir grundsätzlich Recht - aber einen Führerschein in französisch würde ich auch nicht machen wollen.

Re: Führerschein in Deutschland
« Antwort #13 am: 11. Februar 2018, 18:42:18 »

Und eine kleine persönliche Anmerkung.
Das Erlernen der Sprache des Landes in dem man lebt kann oft weiterhelfen.

Da gebe ich Dir grundsätzlich Recht - aber einen Führerschein in französisch würde ich auch nicht machen wollen.
Muss man auch nicht. Habe oben ja bereits geschrieben, daß es möglich das ganze auf deutsch zu machen.

Re: Führerschein in Deutschland
« Antwort #14 am: Gestern um 19:49:11 »
Führerschein auf deutsch wird auch in Sarreguemines angeboten.

http://www.auto-ecole.org/sarreguemines/easy-drive-RAO119670

http://www.lessentiel.lu/fr/news/grande_region/story/Ils-passent-leur-code-en-allemand-et-en-arabe-25785355

Wünsche viel Glück bei der Prüfung.
Und eine kleine persönliche Anmerkung.
Das Erlernen der Sprache des Landes in dem man lebt kann oft weiterhelfen.

Nix für ungut Jungs, aber Führerscheintechnisch kenne ich mich aus. Und was hier steht ist schlichtweg Blödsinn.

WENN irgendwas auf Deutsch angeboten wird dann ist es NUR der theoretische Unterricht in der Fahrschule und sonst NICHTS.
Alle Fragen die gelernt werden müssen (z.B. auf Rousseau) sind AUSSCHLIESSLICH auf F .

Bis auf eine Fahrschule, und die ist in Saargemünd, die Fragen wurden aber von externem Personal übersetzt und werden zur Verfügung gestellt. Natürlich ist dies auch ein wenig teurer da, aber wer weiß was Übersetzungen kosten kann sich das bei 3500 Fragen ausrechnen.

Die Theorie (Prüfung) kann mit Dolmetscher abgelegt werden, aber in der Praxis (Prüfung) solltest Du schon das Grundvokabular kennen.

Gruß Andreas

 

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